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KSV Hessen: Auch das Spiel gegen Hoffenheim II fällt aus

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Von: Maximilian Bülau

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Enttäuschung: Sergej Schmik (vorn) nach einem Gegentreffer in Mainz. Im Hintergrund: Torwart Niklas Hartmann. Foto: Hedler
Enttäuschung: Sergej Schmik (vorn) nach einem Gegentreffer in Mainz. Im Hintergrund: Torwart Niklas Hartmann. © Hedler

Kassel. Gegen die TSG Hoffenheim II wollte der KSV Hessen Kassel am Samstag endlich seine Aufholjagd in der Fußball-Regionalliga starten. Doch die Partie des Tabellenletzten wurde abgesagt.

Aktualisiert am 16. Februar, 13.45 Uhr: Lässt der Platz das erste Heimspiel des KSV Hessen Kassel im Jahr 2018 zu? Die Antwort: nein. Die für Samstag angesetzte Partie des Tabellenletzten in der Fußball-Regionalliga gegen die TSG Hoffenheim II wurde am Freitagmittag nach einer Besichtigung des Platzes abgesagt.  

KSV-Trainer Tobias Cramer sah die Platzverhältnisse bereits am Donnerstag als schwierig an. Der Wetterbericht sagt für Samstag zumindest keinen Niederschlag mehr voraus. Die Temperatur bewegt sich zwischen minus einem und sechs Grad. Kalt eben. So wie sicherlich auch die Stimmung im Team nach der 1:4-Niederlage am vergangenen Wochenende beim TSV Schott Mainz.

War bedient: KSV-Trainer Tobias Cramer. Foto: Hedler
War am vergangenen Wochenende bedient: KSV-Trainer Tobias Cramer. © Hedler

„Wir haben intensiv trainiert. Wir mussten die Köpfe wieder freibekommen“, sagt Cramer. Straftraining habe es nach der enttäuschenden Leistung gegen den Abstiegskonkurrenten aber nicht gegeben. Enttäuschend sei es aber dennoch gewesen, was sein Team zum Auftakt ins Jahr 2018 abgeliefert habe. Vor allem für ihn persönlich.

„Das habe ich in anderthalb Jahren als Trainer hier nicht erlebt“, sagt der Coach. Und er sucht den Vergleich zum Spitzensport. „Wenn ich sehe, wie Mannschaften in der Champions League oder Sportler bei den Olympischen Spielen in Drucksituationen ihre beste Leistung abrufen, dann weiß ich, warum sie da sind. Wir stehen auf dem letzten Platz der Regionalliga Südwest - und wir können unter Druck nicht in unsere beste Leistung abrufen.“

Anders lässt es sich auch nur schwer erklären, warum die Löwen wenige Tage vor der Pleite in Mainz beim 3:0-Erfolg gegen Nordhausen - immerhin Dritter der Regionalliga Nordost - noch gänzlich überzeugt hatten. Und das im neuen System. Dieses war nur von kurzer Dauer.

„Dieses System ist so komplex. Das geht jetzt nicht mehr. Ich kann die Mannschaft nicht noch zusätzlich damit überfordern. Auch wenn ich das 3-5-2 überragend finde“, sagt Cramer. Aber die Mannschaft müsse nun zurück zu den Wurzeln. „Wir brauchen Sicherheit, Stabilität, Körperlichkeit. Einfaches Handwerkszeug. Wir müssen auf dem Platz zehnmal Eins-gegen-eins spielen. Dann sehen wir, wer am Ende mehr Zweikämpfe gewinnt“, sagt Cramer.

Und eines fügt der Trainer noch an: „Wir müssen jetzt eine Reaktion zeigen, damit wir uns vor den Fans und vor uns selbst nichts vorzuwerfen haben.“ Vielleicht werden die Löwen diese morgen zeigen können. Aber wie so vieles ist das derzeit noch sehr unsicher.

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