Samstag ab 14 Uhr gegen Rhynern

Sascha Korb ist zurück im KSV-Training: „Für mich ist das ein Neuanfang“

Er soll sich wieder freuen: Sascha Korb vom KSV Hessen fiel mehr als drei Monate verletzt aus. Dieses Foto entstand Ende August 2016 beim Sieg gegen die Stuttgarter Kickers. Archivfoto:  Hedler

Kassel. Der 10. September 2016 ist ein Samstag. Der KSV Hessen Kassel tritt in der Fußball-Regionalliga Südwest im Auestadion gegen die SV Elversberg an.

Es sind 17 Minuten gespielt, da liegt Sascha Korb am Boden. Heute sagt er, er habe gleich gemerkt, dass etwas nicht gestimmt habe. „Meine Kniescheibe ist nach außen rausgesprungen. Ich dachte aber, ich nehme eine Schmerztablette, und dann geht es wieder.“ Dann schwillt das Knie an – und für Korb beginnt eine monatelange Leidenszeit. 

Dabei hatte der 23-Jährige einen tollen Start in Nordhessen. In der Sommerpause war er vom Ligakonkurrenten aus Offenbach nach Kassel gewechselt. Ablösefrei. Vertrag bis 2018. Vom Saisonstart weg hat Korb einen Stammplatz im Team von Trainer Tobias Cramer. Die ersten sechs Spiele steht er immer 90 Minuten auf dem Platz, erzielt zwei Tore – am ersten Spieltag beim 2:1-Erfolg in Pirmasens und beim 2:0-Heimsieg gegen die Stuttgarter Kickers.

Dann aber die Verletzung. Medizinisch ausgedrückt eine Patellaluxuation – eine Kniegelenksverletzung, bei der die Kniescheibe herausspringt. Zudem rissen Korbs innenseitige Kniehaltebänder. Pause. Wie lange? Das stand zunächst nicht genau fest. Sechs Wochen waren im Gespräch. Dann drei Monate. „Weil ich noch ein paar Jahre spielen möchte, haben ich mich für eine Operation entschieden. Man kann das auch konservativ behandeln, aber eine OP gewährleistet mehr Sicherheit“, sagt der geborene Offenbacher.

Nach der Operation warten 16 Wochen Reha auf Korb. Ackern für die Rückkehr aufs Fußballfeld. Er macht die Reha in Neu-Isenburg nahe seiner Heimat, wo auch seine Familie lebt. „Meine Familie hat mir den Rücken gestärkt. Ohne sie wäre alles noch viel schwerer gewesen“, sagt Korb.

Aber auch die Mannschaft und der Trainer vergessen ihn in dieser Zeit nicht. „Ich habe mindestens einmal in der Woche mit Tobias Cramer telefoniert. Er hat gefragt, wie es bei mir läuft, und mir gesagt, was mit der Mannschaft ist.“ Zu den Heimspielen fährt der 23-Jährige nach Kassel, unter der Woche kann er durch die Reha aber nur selten beim Team sein.

„Auf der einen Seite ist man traurig, dass man nicht mitwirken kann. Auf der anderen Seite freut man sich aber genauso über die Punkte, als wenn man mitgespielt hätte“, berichtet der als Außenverteidiger nach Kassel gekommene Korb, der unter Cramer zumeist im Mittelfeld eingesetzt wurde. Und jetzt? „Seit dem Auftakt nach der Winterpause bin ich wieder im Mannschaftstraining. Ich bin noch nicht bei 100 Prozent, gehe noch vorsichtig in die Zweikämpfe. Aber ich kann schon alle Spielformen mitmachen“, berichtet Korb. Er ist zuversichtlich, dass er in der Vorbereitung noch Spielpraxis sammeln kann.

Zwar noch nicht morgen ab 14 Uhr beim Testspiel auf dem Kunstrasenplatz am Auestadion gegen Westfalia Rhynern. Aber bald. „Für mich ist das ein Neuanfang. Ich möchte fit werden, schmerzfrei sein und der Mannschaft wieder helfen.“ Hoffentlich spätestens dann am 12. Februar zum Rückrundenauftakt gegen Watzenborn-Steinberg.

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