Wahl zum Tor des Jahres

Schafft KSV-Stürmer Schmeer heute Historisches?

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Wird er am Samstag Torschütze des Jahres? Sebastian Schmeer vom KSV Hessen Kassel.

Kassel. Wenn am heutigen Samstag ab 18 Uhr die ARD-Sportschau läuft, wird auch Sebastian Schmeer (30) mit Familie vor dem Fernseher sitzen und gebannt die Sendung verfolgen.

Schließlich geht es dann auch um ihn: Wird er Torschütze des Jahres? Möglich ist das: Als Torschütze des Monats gehört er zu den Kandidaten – insgesamt standen bei der Abstimmung, die bis zum vergangenen Sonntag lief, zwölf Treffer zur Auswahl. So oder so ist das eine spannende Zeit für Schmeer.

Die Medienanfragen

Schmeer durfte sich zuletzt wie ein Bundesligaprofi fühlen – so oft war er in den Medien vertreten. Er gab Radio-Interviews, er stand der ARD im Fernsehen Rede und Antwort, sogar im Fußballmagazin „11 Freunde“ kommt er zu Wort. „Ganz schön viel Trubel für einen Amateursportler“, sagt Schmeer, der all das nicht uninteressant findet. Aber: „Für längere Zeit bräuchte ich das nicht.“ Sollte er tatsächlich Torschütze des Jahres werden, steigert sich das Interesse wohl noch einmal.

Die Chancen

Schmeer verweist da auf Aussagen einiger Journalisten. Die hätten ihm gesagt, er hätte keine schlechten Chancen, wobei er selbst einschränkt: „Die Kandidaten aus der Bundesliga haben natürlich ein ganz anders Fanpotenzial.“

Dagegen steht ein Alleinstellungsmerkmal Schmeers: Er ist der einzige Amateur unter denen, die mit ihrem Tor des Monats zur Auswahl stehen. Er geht damit als Held der Amateure durch. Und: Noch nie ist einer Torschütze des Jahres geworden, der nie Profi war – mit einer Ausnahme: 2001 errang der damals 79-jährige und mittlerweile verstorbene Kurt Meyer den Titel, der in einem Spiel der Alten Herren erfolgreich war. Gewänne Schmeer, gäbe es noch eine Premiere: Er wäre der erste Hesse, der diese besondere Auszeichnung erhält.

Die Aufregung

Gibt es eigentlich nicht. „Ich sehe das ganz locker“, sagt Schmeer. Gut möglich, dass sein Umfeld nervöser ist. Ständig wird er auf sein Tor und die Wahl angesprochen – auch von Menschen, die er gar nicht kennt. Fanpost aber hat er noch nicht bekommen. Thema ist sein Treffer natürlich nach wie vor auch innerhalb der Mannschaft. Die aber wird heute nicht zu Gast im Hause Schmeer sein, wenn die Entscheidung fällt und er sich – im Falle eines Sieges – ein Schlückchen Sekt gönnt.

Das Team sieht der 30-Jährige vorher, wenn es ab 14 Uhr gegen den Hessenligisten Lehnerz geht (siehe Meldung rechts). Ob er selbst mitwirken kann, steht aber noch nicht ganz fest. Der Stürmer ist noch immer angeschlagen, absolvierte gestern nur eine Laufeinheit im Training. Tore per Fallrückzieher erzielt er derzeit eher nicht.

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