Löwen schlagen Hoffenheim 2:1

Schlusslicht KSV Hessen jubelt: Erster Sieg seit einem halben Jahr

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Perfekte Schusshaltung: Kassels Torschütze Sebastian Schmeer (links) kommt hier vor dem späteren Hoffenheimer Rotsünder Maximilian Waack zum Abschluss.

Kassel. Schlusslicht KSV Hessen Kassel hat in der Fußball-Regionalliga Südwest 2:1 gegen 1899 Hoffenheim II gewonnen und damit eine Negativserie gestoppt. 

Auestadion, Mittwochabend, 19.51 Uhr: Es ist die pure Erlösung. Die grenzenlose Erleichterung. Das Ende eines dramatischen Spiels. Nein, der KSV Hessen hat noch nicht den Klassenerhalt in der Regionalliga Südwest geschafft, aber vielleicht an diesem 7. März für ein klein bisschen mehr Hoffnung gesorgt. Nach 186 Tagen und 16 sieglosen Ligaspielen gingen die Löwen nach mehr als einem halben Jahr endlich wieder als Gewinner vom Platz. Nach einem 0:1-Rückstand gegen Hoffenheim II stand am Ende ein 2:1-Erfolg, bei dem KSV-Torwart Niklas Hartmann zudem noch einen Foulelfmeter hielt.

Die Gäste waren mit Verstärkung aus dem Bundesliga-Kader nach Nordhessen gereist. Felix Passlack und Meris Skenderovic standen in der Startelf der Kraichgauer. Doch wie schon so oft in dieser Saison bestimmten die Löwen über weite Strecken der ersten Halbzeit das Spiel. Gleich nach 57 Sekunden hatte der agile Sebastian Schmeer die erste Möglichkeit, doch sein Abschluss war zu schwach.

Und so ging es auch weiter. Spielbestimmende Gastgeber, gute bis richtig gute Torchancen – allein der Treffer blieb aus. Marco Dawids Schuss wurde in der elften Minute gerade noch abgeblockt, und wenig später scheiterte Schmeer nach einer traumhaften Flanke von Sascha Korb mit seinem Kopfball am rechten Pfosten (15.). Erst nach einer knappen halben Stunde wurden dann die Gäste etwas stärker, die durch einen Distanzschuss von Johannes Bühler ihre erste Chance hatten (26.).

Nachdem Schmeer und Sergej Schmik in der 36. Minute gescheitert waren, brachte eine gelungene Aktion den Führungstreffer der TSG. Alexander Rossipal hatte Passlack durch die Gasse bedient, und der von Borussia Dortmund ausgeliehene Mittelfeldspieler brauchte frei vor Hartmann nur noch einzuschieben (42.). Zwei Minuten später vergab Schmeer die nächste Chance.

In der zweiten Halbzeit passierte dann gut 20 Minuten wenig, ehe es dramatisch wurde. 68. Minute: TSG-Torwart Draband lässt einen harmlosen Schuss von Schmik abprallen, Schmeer ist zur Stelle und schiebt zum umjubelten Ausgleich ein. 69. Minute: KSV-Keeper Hartmann ist im Strafraum vor Passlack am Ball, der kommt aber zu Fall und Schiedsrichterin Karoline Wacker entscheidet auf Elfmeter – zum Unmut der KSV-Fans. Marco Engelhardt tritt an, Hartmann hält. Wahnsinn.

Und es geht so weiter. Chancen im Minutentakt. Schmeer schießt den Ball aus kürzester Distanz übers Tor (74.), Hartmann vereitelt auf der anderen Seite gegen Skenderovic (77.). Dann kommt die 84. Minute: Und Sebastian Szimayer. Eine Flanke von Korb verlängert der eingewechselte Stürmer ins lange Eck – 2:1. Der erste Sieg nach mehr als einem halben Jahr ist zum Greifen nah, auch, weil sich der Hoffenheimer Waack noch eine Rote Karte wegen Tätlichkeit gegen Szimayer abholt (85.). Um 19.51 Uhr ist dann nur noch pure Freude.

Ergebnisse, Tabellen, Statistiken

KSV Hessen Kassel schlägt Hoffenheim-Reserve mit 2:1

 © Hedler
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