2520 Minuten auf dem Platz

Verteidiger Sergej Schmik - Der Dauerrenner des KSV Hessen Kassel

Fehlte nur einmal: Kassels Sergej Schmik musste einzig gegen Steinbach aussetzen – gelbgesperrt. Dieses Foto entstand in der Partie gegen die SV Elversberg. Archivfoto:  Hedler

Kassel. Sergej Schmik ist kein Typ für halbe Sachen. Diese Einschätzung ist bei einem Blick auf seine Statistik der laufenden Saison in der Fußball-Regionalliga offensichtlich.

Der Verteidiger des KSV Hessen Kassel stand allein in der Liga schon 2520 Minuten auf dem Platz - Nachspielzeiten nicht mit eingerechnet. Und das in 28 Spielen. Viel mehr geht nicht. Nur Niklas Hartmann spielte für die Löwen länger. Aber für einen Torwart ist das gewöhnlicher als für einen Feldspieler. Nur einmal war der 27-Jährige in dieser Saison nicht dabei.

Und auch in dieser Partie - gegen den TSV Steinbach - pausierte Schmik nicht verletzungsbedingt, sondern gelbgesperrt. Er ist der Dauer(b)renner der Löwen. Ein Geheimrezept hat er allerdings nicht: „Das war in der Vergangenheit auch nicht immer so. Ich bin aber insgesamt nicht so anfällig für Muskelverletzungen.“ Und er hat dann doch noch eine Vermutung: „Wenn man mal einen Lauf hat, dann kommt eben nichts dazwischen.“ In dieser Hinsicht ist er ein bisschen das Gesicht des KSV. Der hat über die gesamte Spielzeit schon so etwas wie einen Lauf.

Am vergangenen Wochenende wurde dieser Lauf aber so ein bisschen gestoppt. Das 1:5 gegen die Reserve der TSG Hoffenheim war die höchste Saisonniederlage. Mehr noch: In keinem Spiel zuvor hatten die Löwen mehr als drei Gegentore kassiert. „Hoffenheim hat schon eine gute Qualität auf den Platz gebracht. So ab der 70. Minute haben uns dann auch etwas die Kräfte verlassen. Normal, wenn du die Möglichkeiten hast auf den Ausgleich zum 2:2 oder noch einmal auf 2:3 ranzukommen und das nicht nutzt“, sagt Schmik. Mentale Müdigkeit nennt der 27-Jährige diesen Zustand.

Die ist aber jetzt vorbei, die Mannschaft wieder bereit für die nächste Aufgabe. Und die heißt morgen Abend ab 19 Uhr SSV Ulm 1846 - direkter Tabellennachbar der Löwen. Im Ulmer Donaustadion wird höchstwahrscheinlich auch Schmik wieder auf dem Feld stehen. 90 Minuten - etwas anderes kennt er ja überhaupt nicht. „Jeder von uns möchte jetzt Platz sechs, sieben oder acht am Ende der Saison - das ist unser Ziel. Das wäre schon ein gutes Zeichen nach außen. Für den Verein, für die Spieler und vor allem für die Fans, die uns bislang so toll unterstützt haben“, sagt der Verteidiger.

Gegen die direkten Konkurrenten Ulm und Koblenz - dem kommenden Gegner am Ostermontag, derzeit Tabellensechster - peilt Schmik mindestens vier Punkte an. Und natürlich möchte er in beiden Partien mithelfen, dass dieses Ziel umgesetzt wird. Denn zuzusehen gegen Steinbach, das hat dem 27-Jährigen nicht so wirklich gefallen. „Klar, das war ungewohnt von der Tribüne alles nur mitansehen zu dürfen. Es ist etwas anderes, nur mitzufiebern und nicht eingreifen zu können.“ Gute Nachricht für Schmik: Morgen darf er spielen.

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