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KSV Hessen spielt 1:1 beim Jubiläum: Schmitts Premiere rettet Punkt

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Von: Frank Ziemke, Maximilian Bülau

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Oliver Issa Schmitt (links) und Tobias Damm.
Der Trainer bringt seinen Joker: Oliver Issa Schmitt (links) bewahrte den KSV mit seinem Tor vor einer Niederlage gegen Worms. Rechts: Tobias Damm. © Andreas Fischer

Man hatte sich etwas mehr erhofft. Gerade in diesem Rahmen. Gerade nach den umjubelten Siegen in den letzten drei Heimauftritten.

Kassel – Im Jubiläumsspiel anlässlich des 75-jährigen Bestehens musste sich Fußball-Regionalligist KSV Hessen Kassel mit einem 1:1 (0:1) gegen Wormatia Worms begnügen. Die Löwen verpassten damit einen weiteren Schritt aus der Abstiegszone. Immerhin konnten sich 2000 Zuschauer aber erneut über eine Leistungssteigerung in der Schlussphase freuen. Das Spiel in Stichpunkten:

Die Schwäche

Muss man so sagen: Was die Löwen über weite Strecken der Partie boten, war vor allem offensiv dürftig. Und für die Zuschauer wenig erwärmend bei eisigen Temperaturen. Dabei ging es richtig gut los. Jon Mogge flankte, Nils Stendera stand frei und schoss – doch der Ball wurde abgeblockt. Nach 45 Sekunden hätte das bereits die Führung sein können. Danach aber passierte vor beiden Toren lange sehr wenig. Die Gastgeber leisteten sich im Aufbau viele Fehlpässe, verloren Offensiv-Zweikämpfe und kamen so kaum in den gegnerischen Strafraum. „Wir haben gut angefangen und gut aufgehört. Dazwischen war es nicht gut. Vor allem in der ersten Hälfte war es viel zu wenig von uns. Da hat Worms das Spiel auf seine Seite gezogen“, ordnete KSV-Trainer Tobias Damm die Partie hinterher ein.

Die Stärke

Damm musste auf Innenverteidiger Kevin Nennhuber verzichten. Er stellte auf Viererkette um. Und immerhin: In vielen Situationen fand der KSV immer einen Weg, zu klären. Allerdings wuchs Mitte der ersten Halbzeit aufgrund der frühen Ballverluste im Aufbau der Druck. Folge war das 0:1. Respekt verdient aber einmal mehr: Die Löwen sind zuletzt meist in der Lage, in der Schlussphase eines Spiels zuzulegen. Damms offensive Wechsel zünden fast immer. Gegen Worms schien das erst anders. Aber als der Wormser Felix Hache auch noch die Gelb-Rote Karte (70.) sah, da kamen die Gastgeber eben doch. In den Schlussminuten wäre wie zuletzt schon gegen Bahlingen und in Trier sogar ein Sieg drin gewesen.

Das Gegentor

Rechtsverteidiger Lennart Grimmer bereitete den Gastgebern mit seinen Vorstößen mehrfach Probleme. So leicht wie beim 0:1 in der 44. Minute darf es ihm aber nicht gemacht werden. Grimmer marschierte ungestört bis in den Strafraum und schloss dann flach ab. Da hatte die Löwen-Defensive komplett gepennt. Zuvor musste Torhüter Marlon Sündermann nur einmal ernsthaft eingreifen, als er den Schuss von Anil Gözütok über die Latte faustete. Auch in der zweiten Hälfte ließen die Gastgeber keine große Chance mehr zu.

Das Tor

Oliver Issa Schmitt wurde von Damm in der 66. Minute gebracht. Und der lange verletzte Außenspieler sorgte für mehr offensiven Schwung. Und für den Ausgleich. Seine Kopfball-Bogenlampe trudelte in der 80. Minute zum 1:1 über die Linie. Es war der Premierentreffer des Sommer-Neuzugangs, der auch in der Schlussoffensive an nahezu allen gefährlichen Aktionen beteiligt war. „Das ist ein emotionales Tor für mich nach der langen Pause“, sagt er. Schmitt hatte sich nach der ersten Partie am Außenband verletzt und 14 Partien verpasst. (Frank Ziemke und Maximilian Bülau)

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