18-jähriger Außenverteidiger blickt auf turbulente Spiele zurück

Der Senkrechtstarter der Löwen: Steven Rakk ist die Überraschung beim KSV

Starke Leistung bei den Löwen: Mit gerade einmal 18 Jahren bekam Steven Rakk in seiner ersten Regionalliga-Saison bereits große Spielanteile. Foto:  Hedler/nh

Kassel. Wenn der KSV Hessen heute sein erstes Testspiel nach der Winterpause bestreitet, dann ist auch einer dabei, den man nach der Hinrunde als Senkrechtstarter bezeichnen kann.

Steven Rakk, mit 18 Jahren jüngster Löwe im Kader, überraschte nicht nur äußerst positiv, er blickt auch bereits auf richtig turbulente Spiele in seiner ersten Regionalliga-Saison zurück.

Testspiel gegen die SG Bad Wildungen/Friedrichstein 

Dienstag, 18.30 Uhr, auf dem Kunstrasenplatz am Auestadion

„Ich war ja erst mal für die zweite Mannschaft eingeplant. Dass ich gleich so viele Spielanteile in der Ersten bekomme, daran hätte ich nicht im Traum gedacht“, sagt Rakk. Zunächst profitierte er von der Verletzung Nicolai Lorenzonis, dann spielte er irgendwie überall. Linker und rechter Verteidiger, linkes und rechtes Mittelfeld – Hauptsache Außenbahn. „Am meisten beeindruckt haben mich die Stadien, in denen wir gespielt haben. Das war schon geil. Und das Tempo in der Regionalliga ist echt hoch“, stellt Rakk fest.

In 14 Partien stand der 18-Jährige bislang auf dem Platz, gehörte zwölfmal zur Startelf. Schmerzhaft in Erinnerung geblieben ist ihm vor allem das Spiel gegen den 1. FC Saarbrücken (0:0). „Ich bin mit einem Gegenspieler zusammengeprallt und habe seinen Kopf an die Schläfe bekommen. Dann war ich kurz weg. Gott sei Dank habe ich mich davon aber schnell wieder erholt“, erzählt der gebürtige Bad Hersfelder, der auch sagt: „So etwas musst du wegstecken. Und du musst dir im Klaren darüber sein, dass da jetzt Männerfußball und kein Jugendfußball mehr gespielt wird.“ Im Gegensatz zu anderen Teamkollegen blieb Rakk von größeren Verletzungen verschont. Einzig ein Schlag auf die Wade aus dem Offenbach-Spiel zwang ihn zu einer zweiwöchigen Pause.

Noch bis zum Sommer besucht der Sohn russischer Eltern die Obersbergschule in Bad Hersfeld. Was danach kommt, weiß er noch nicht. Eines weiß er aber ganz bestimmt: „Das Pendeln nach der Schule zum Training und wieder nach Hause ist natürlich schon etwas nervig. Da würde ich dann gern nach Kassel ziehen“, sagt Steven Rakk, der sich auf eine Partie der Restserie ganz besonders freut: „Neben den Heimspielen im Auestadion reizt mich schon das Duell bei Kickers Offenbach.“

Rakk, dem die Vorbereitung auch bei kälteren Temperaturen wenig ausmacht, versteht sich im Team besonders gut mit Sergej Evljuskin. „An ihm kann ich mich gut orientieren, von ihm kann ich lernen“, sagt der Youngster, dessen Ziel lautet: „Ich will alles mitnehmen, was kommt.“ Ein echter Senkrechtstarter eben.

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