Bektashis KSV-Vertrag läuft noch bis zum Ende der Saison

Bektashi absolviert Probetraining in Paderborn: Verlässt er den KSV?

Kassel. Fußball-Regionalligist KSV Hessen Kassel startet am kommenden Montag mit der Vorbereitung auf die restliche Rückrunde. Einer aber ist jetzt schon im Einsatz – allerdings für den abstiegsbedrohten Zweitligisten SC Paderborn. Shqipon Bektashi.

Bektashi, mit zwölf Saisontreffern Toptorjäger seiner Klasse, absolviert bei den Ostwestfalen derzeit ein Probetraining. Sollte der 25-Jährige am Wochenende überzeugen und Paderborn ein offizielles Angebot vorlegen, scheint ein Wechsel in der Winterpause nicht ausgeschlossen. 

Auch wenn die KSV-Verantwortlichen betonen, dass Bektashi am Montag zum Trainingsauftakt erscheinen wird, wäre das wohl keine Garantie, dass er weiter für die Löwen aktiv sein wird. Der Hintergrund: Bektashis Vertrag läuft nur noch bis zum Ende dieser Saison.

Wenn der Verein an einem Wechsel des Angreifers verdienen will, muss er Bektashi nun verkaufen. Für einen Klub, der wie der KSV finanziell nicht gerade aus dem Vollen schöpfen kann, ist das eine durchaus überlegenswerte Option – erst recht, wenn er damit rechnen muss, dass der Spieler ein paar Monate später ablösefrei den Standort verlässt. Trainer Matthias Mink plant weiter mit Bektashi, bezeichnet die Möglichkeit eines schnellen Transfers aber auch als „den Lauf der Welt“. 

Vereinsvorsitzender Hans-Jochem Weikert sagt: „Man müsste dann alle Fakten gegeneinander abwägen.“ Allerdings sagt er auch: „Das Ganze ist noch ganz weit weg.“ Noch gar nicht so lange her dagegen ist die Hoffnung innerhalb des Klubs, Bektashi zum Publikumsliebling für die kommenden Jahre aufbauen und ihn langfristig an den Verein binden zu können. Mitunter ist der Plan wohl auch noch nicht zu den Akten gelegt – auch wenn Bektashis Vorbildfunktion nach seinem Fehlgriff in den Genitalbereich eines Gegenspielers im Spiel gegen Trier auch intern stärker hinterfragt wird. 

Weikert sagt aber, dass vor allem die sportlichen Leistungen entscheidend seien. Bektashi sagt nichts Viel hängt nun also von Bektashi ab, dessen Torjägerqualitäten in dieser Saison Begehlichkeiten geweckt haben. Die Frage ist, welchen Eindruck er in Paderborn und Trainer Stefan Effenberg hinterlässt und welche Perspektive er für sich wo sieht. Er selbst sagte gestern am Telefon nur, dass er zu dem Thema Paderborn derzeit nichts sagen wolle und dürfe. Womöglich spricht er dann am Montag – beim Trainingsauftakt des KSV Hessen.

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.