Kuriose Spielzeit fürs Auestadion

Sieben Heimspiele am Stück für den KSV Hessen

+
Erst lange keine Spiele, dann viele hintereinander: Weil im Auestadion nach einer Konzertreihe ein neuer Rasen verlegt wird, müssen die Löwen zunächst auswärts ran, später oft zuhause.

Das Kasseler Auestadion ist in der kommenden Saison Austragungsort für Spiele in der Fünftklassigkeit. Dafür hat der Abstieg des KSV in die Hessenliga gesorgt. Eine so kuriose Spielzeit hat das Auestadion noch nicht erlebt.

Es wird erst ziemlich lange leerstehen – und später im Dauerbetrieb sein.

Und so sieht das aus:

Der KSV beginnt mit vier Auswärtsspielen. Insgesamt bestreiten die Löwen von den ersten neun Partien nur eine daheim: am 24. August 2018, einem Freitag, gegen den FSC Lohfelden. Jenen Gegner, bei dem sie bereits am 28. Juli die Saison eröffnen. Das zweite Heimspiel findet erst am 3. Oktober 2018 statt. Diesmal ein Mittwoch, es geht gegen Griesheim. Fast noch kurioser wird es ab dem 3. November 2018. Über die Winterpause hinweg bestreitet die Mannschaft von Tobias Cramer dann sieben Heimspiele am Stück. Die Gegner heißen nacheinander Flieden, Ederbergland, Eddersheim, Hünfeld, Neu-Isenburg, Gießen und Alzenau. Es hätten sogar acht Auftritte daheim sein können – doch das Derby gegen Baunatal wurde vom 16. März auf den 22. April – Ostermontag – verlegt.

Grund sind die Open-Air-Konzerte im Auestadion

Den Auswärts-Auftakt haben die Löwen selbst so erbitten müssen. Grund sind die Open-Air-Konzerte im Auestadion. Am 28. Juli 2018 findet hier die 90er-Party statt. Danach wird im Stadion ein neuer Rasen verlegt. Es dauert, bis der bespielbar ist.

Matthias Bausch ist zuständig für den Spielbetrieb beim Hessischen Fußball-Verband (HFV) und sagt: „Diese Probleme sind hausgemacht. Der 1. Spieltag wurde vorgezogen, damit so gut wie alle Mannschaften mit einem Derby starten können. Die Kasseler hatten den Wunsch, in Lohfelden anzutreten.“ Es sei ganz normal, dass Teams zunächst zwei Heim- oder Auswärtsspiele hätten, sagt Bausch.

Der KSV Hessen habe zudem das Heimrecht für die Partien gegen Eddersheim (eigentlich 12. August, jetzt auswärts am 15. August) und gegen Baunatal (8. September) getauscht. So kämen die vielen Auswärtsspiele zu Beginn zustande. Ein Nebeneffekt sei dann die Reihe an Heimspielen in einer späteren Phase der Saison, erklärt Bausch. Der KSV habe keinen Ausweichplatz angeboten, um diesen Spielplan zu verhindern. Bei der Hessenliga-Besprechung seien zudem alle damit einverstanden gewesen.

An dieser nahm Michael Krannich, Leiter der Geschäftsstelle des KSV und zuständig für Marketing, teil. Das Problem sei eben, dass am Anfang der Saison ein neuer Rollrasen verlegt wird. Dadurch sei der Spielplan nicht optimal und man werde versuchen, noch einmal ein Heim- und Auswärtsrecht zu tauschen. Man habe beim ersten Heimspiel aber nicht auf den Nebenplatz ausweichen wollen, da man nicht wisse, wie viele Zuschauer kommen werden und die Infrastruktur dann nicht gegeben sei, sagt Krannich. „Die Sponsoren wollen außerdem, dass wir im Auestadion spielen. Und wir wollen das auch“, ergänzt er.

Unzufrieden ist dagegen Vorstandsmitglied Jens Rose. Er wolle dieses Thema noch einmal im Vorstand diskutieren, sagt er. „Wir müssen da noch mal nacharbeiten. So sieht der Spielplan amateurhaft aus“, sagt Rose.

Bleiben wird wohl dennoch ein ziemlich verrückter Spielplan. Der hoffentlich keine Auswirkungen auf den Saisonverlauf hat.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.