Späte Tore für den Aufstieg: Auffälligkeiten der Regionalliga Südwest 

Traf für Saarbrücken in der Nachspielzeit: Sven Sökler (links), hier im vergangenen Jahr bei einem Spiel gegen den KSV Baunatal im Zweikampf mit Martin Wengerek. Foto: Wieck

Kassel. Während das Spiel des Tabellendritten Trier gegen Hoffenheim II abgesagt wurde, gaben sich die anderen Mannschaften aus dem vorderen Tabellendrittel kaum eine Blöße.

Sie benötigten dafür allerdings eine Reihe ziemlich später Tore. Die Auffälligkeiten der Fußball-Regionalliga Südwest:

SPÄTES TOR FÜR DIE SPITZE

„So geht Aufstieg“, sagt der Kollege, als die Partie von Spitzenreiter Waldhof Mannheim in Neckarelz beendet ist. Es geht nicht um den 1:0-Sieg der Gäste. Es geht darum, wie und vor allem wann er zustande gekommen ist. „Gefühlseruptionen in der Nachspielzeit“ titelt das Onlineportal des „Mannheimer Morgen“, schreibt von einem Sieg, der emotional mehr wert sei als drei Punkte. Grund: Das 1:0 fiel in der sechsten Minute der Nachspielzeit. Und anders als die vielen Chancen, die sich die Gäste zuvor herausgespielt hatten, half der Zufall. Hanno Balitsch, der Kapitän, traf im Nachschuss, nachdem Torhüter Volkan Tekin das Leder nach einem Distanzschuss abklatschen ließ. Ende gut, alles gut für die Waldhöfer. So geht Aufstieg.

SPÄTES TOR ZUM EINSTAND

Geht so auch Aufstieg? Zumindest geht so erstmal Einstand. Ein doppelter sogar. Der 1. FC Saarbrücken spielte erstmals in seiner Ausweichheimat Völkingen – der Ludwigspark wird umgebaut – und erstmals unter dem neuen Trainer Taifour Diane. Vieles neu also beim Mitfavoriten, der dem Spitzenduo aber hinterherhinkt. Lange schien es trotzdem so, als sollte in der Partie gegen Pirmasens der nächste sportliche Rückschlag folgen. Auch hier stand es nach 90 Minuten 0:0. Auch hier fiel noch das Siegtor – durch einen von Sven Sökler verwandelten Foulelfmeter. Der zudem umstritten war, weil der frühere Kasseler Jan Fießer ziemlich leicht gefallen sein soll. Ob das noch für den Aufstieg reicht? SPÄTES TOR FÜR DEN HEIMSIEG

Mit dem Aufstieg nichts mehr zu tun hat wohl der KSV Hessen Kassel. Späte Tore kann er aber auch – wenn er auch nicht die Nachspielzeit bemühen musste. Mike Feigenspan traf zum 2:1 gegen Worms in der 88. Minute. Zumindest eine Forderung seines Trainers hatte Feigenspan damit aber erfüllt. Matthias Mink hatte angesichts der durchwachsenen KSV-Heimbilanz bessere Ergebnisse im Auestadion gefordert.

KEIN TOR UNTER PROFIS

Die Prominenz saß beim Spiel Offenbach gegen Steinbach auf der Bank: Ex-Profi Oliver Reck hier, Ex-Profir Thomas Brdaric da. Was beide trainierenden Ex-Nationalspieler nicht bewirken konnten: Tore. Nicht mal in der Nachspielzeit. Ein 0:0 also, das Steinbach im Abstiegskampf vielleicht noch nutzt, das die Kickers bei der erhofften Aufholjagd aber nicht weiterbringt. So geht Aufstieg jedenfalls nur ganz schwer für den Meister des Vorjahres.

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