Mittwoch Pokal in Stadtallendorf

Spektakulär, aber mit Fehlern: Torreiche Spiele helfen dem KSV nicht weiter

Einfach nur bedient: KSV-Innenverteidiger Lucas Albrecht nach dem 3:4 gegen Mainz. Foto:  Hedler

Kassel. „Du ackerst und spielst so gut, du investierst in der ersten Halbzeit unglaublich viel – und dann bekommst du innerhalb von einer Minute zwei Gegentreffer und es steht zur Pause 1:2. Da fällt man echt vom Glauben ab.“

Worte von KSV-Innenverteidiger Lucas Albrecht, die das Zustandekommen der 3:4-Niederlage gegen die Reserve des FSV Mainz 05 nicht treffender beschreiben könnten. Nach dem 3:3 in Stuttgart war es ein ähnlich spektakuläres Spiel der Löwen – nur diesmal ohne Happyend.

Auch wenn der KSV gegen die Rheinhessen immer wieder zurückkommt, auf 2:3 und sogar 3:4 verkürzt, bleibt nach sechs Toren aus zwei Spielen nur ein Punkt übrig. Weil sich das Team von Tobias Cramer eben auch in 180 Minuten sieben Gegentreffer einfängt. Die mitunter zu leicht fallen. Und die den Trainer mächtig aufregen. „Seit 13 Spielen machen wir immer die gleichen Fehler. Selbst wenn unsere Spieler nach kräftezehrenden 30 Minuten völlig blau sind, rennen sie immer noch vorn an. Das kann nicht sein“, sagte Cramer. Und weiter: „Heute waren wir die Ausbildungsmannschaft, nicht Mainz.“

Tatsächlich schlugen die Gäste eiskalt zu. Vier Chancen, vier Tore – dazu ein Hattrick von Karl-Heinz Lappe, der innerhalb von nur zwölf Minuten kurz vor und nach der Pause von 0:1 auf 3:1 stellt. Die Überlegenheit des KSV war wie weggeblasen, das Spiel komplett auf den Kopf gestellt. „Unsere Mannschaft ist regionalligatauglich, das hat sie längst bewiesen. Auch der Teamgeist stimmt. Aber die Spieler müssen eben auch individualtaktisch die richtigen Entscheidungen treffen“, sagte Cramer. Hinzu kam, dass die Chancenverwertung trotz dreier Treffer weiter ausbaufähig war. Allein Sebastian Szimayer hatte in der zweiten Halbzeit zweimal das 3:3 auf dem Fuß.

So bleibt am Ende jede Menge Ernüchterung. Und die Tatsache, dass sechs sieglose Partien in Folge und Platz 17 in der Tabelle keine Jubelstürme auslösen. Vielleicht kommt da das Hessenpokalspiel am Mittwoch ab 18.30 Uhr bei Klassenkamerad Stadtallendorf gerade recht. Überhaupt stehen in diesem Monat mit den Duellen in Frankfurt und gegen Worms weitere wichtige Spiele auf dem Programm.

„Es ist jetzt der richtige Zeitpunkt, die Fehler anzusprechen und aus ihnen zu lernen. Wenn wir das schaffen, können wir uns bis Ende Oktober eine gute Ausgangsposition erarbeiten“, sagt Cramer. Aufsteiger Stadtallendorf findet sich nach einem bärenstarken Start auf Platz elf wieder und konnte nur eines der letzten fünf Spiele gewinnen. Diese Tatsache sollte für die Löwen allerdings Chance und Warnung zugleich sein.

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