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Springfelds Sprints beim Sieg des KSV Hessen

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Von: Frank Ziemke

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Torhüter Marlon Sündermann gestikuliert im Tor des KSV Hessen Kassel
Erstes Spiel, gleich zu Null: Torhüter Marlon Sündermann debütierte beim KSV Hessen. © Schachtschneider, Dieter

Fußball-Regionalligist KSV Hessen Kassel landete einen überzeugenden 2:0-Sieg gegen den Tabellenzweiten Steinbach. Entsprechend zufrieden waren die Reaktionen nach dem Spiel.

Die Szene in der 67. Minute sprach Bände. Sie zeigte, wie groß der Druck ist, der auf den Löwen lastet. Und wie befreiend ein Erfolgserlebnis dann sein kann. Gerade noch hatte Maurice Springfeld mit einem energischen Vormarsch in den Strafraum samt einem dann folgenden Bogenlampen-Kopfball das 2:0 für seinen KSV Hessen Kassel erzielt, da setzte er den nächsten Sprint an.

Mindestens ebenso energisch wie beim Weg zum Tor ging es nun Richtung Nordkurve. Dort angekommen kletterte der Innenverteidiger, der ein starkes Spiel gemacht hatte, auf den Zaun und feierte mit den Fans den erlösenden Treffer.

„Ich habe ihm das sehr gegönnt. Klasse, dass er zwei solche Sprints hinlegt“, sagte Kevin Nennhuber später grinsend. Zusammen mit Springfeld und Hendrik Starostzik hatte der Innenverteidiger zuvor dafür gesorgt, dass im Strafraum der Löwen fast nichts anbrannte. „Es ist ja nicht so, dass wir sonst nicht alles gegeben hätten. Aber diesmal haben wir unseren Stiefel durchgezogen. Wir haben heute immer an unsere Chance geglaubt“, freute sich Nennhuber. Nael Najjar sah das sehr ähnlich. Der Mann auf der rechten Außenbahn hatte sich in alter, bester Form gezeigt, Sprint um Sprint angezogen bis in die letzte Minute. Kein Wunder, dass er später sagte: „Es war extrem anstrengend heute. Wir waren in jedem einzelnen Zweikampf präsent. Jeder hat alles gegeben.“ Und mit Blick auf den zweiten Heimsieg in Folge nach dem misslungenen Saisonstart: „Ja, es war schwierig. Für uns alle. Aber wir haben es ja nicht verlernt.“ Noah Jones, Schütze des 1:0, ergänzte: „Das war eine tolle Teamleistung.“

So war es keine Überraschung, dass auch der Trainer rundum zufrieden war. „Wir haben gezeigt, was uns eigentlich auszeichnet“, erklärte Tobias Damm. Energische Zweikämpfe. Viele gewonnene zweite Bälle. Im richtigen Moment zuschlagen. Womit vor allem Springfelds Treffer gemeint war, der mitten in die Phase platzte, als Steinbach gerade auf die Wende drängte. „Ich freue mich jetzt einfach für meine Mannschaft. So schaffen wir es gemeinsam“, sagte Damm. Und freute sich auch für seinen neuen Torhüter Marlon Sündermann: „Ich glaube, er fühlt sich jetzt gleich wohl bei uns.“

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