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Startelfdebüt, Vertragsverlängerung, Hessenderby: So ist die Lage des KSV Hessen vor der Partie in Offenbach

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Von: Maximilian Bülau

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Paul Stegmann (vorn) und Sinan Tekerci.
In der Partie gegen die SV Elversberg: KSV-Hessen-Verteidiger Paul Stegmann im Duell mit Sinan Tekerci. © Andreas Fischer

In der Rückrunden-Tabelle der Fußball-Regionalliga Südwest liegt der KSV Hessen nach sechs Spielen und neun Punkten auf Rang sechs – Kickers Offenbach mit sieben Zählern aus fünf Partien nur auf Platz zehn.

Kassel – Klar, dass das den ambitionierten Südhessen nicht schmeckt, die am Sonntag die Löwen zu Gast haben (14 Uhr). Die Offenbacher haben sich in der Winterpause prominent verstärkt – seitdem aber aus zwei Partien nur einen Punkt geholt. Vor dem Hessenderby ist die Situation bei den Kickers angespannt. Sollte der KSV einen oder sogar drei Zähler mit nach Hause nehmen, würde das wohl eine mittelschwere Krise beim Gegner auslösen. Wir blicken auf die Themen, die die Löwen vor dieser Partie beschäftigen.

Die Personalsituation

Hat sich beim KSV Hessen entspannt. Und ist so wahrscheinlich deutlich entspannter als beim kommenden Gegner, dem gleich acht Akteure fehlen, darunter mehrere Stammspieler und potenzielle Startelfkandidaten. KSV-Trainer Tobias Damm kann da wohl fast schon mit einem Lächeln auf seinen Kader schauen. Sicher fehlen werden nur noch die Langzeitverletzten Tim Brandner, Nicolas Gröteke und Leonardo Zornio sowie der coronaerkrankte Steven Rakk. Ingmar Merle hatte zwar mit muskulären Problemen zu kämpfen, soll nach dem trainingsfreien Donnerstag aber heute und morgen wieder dabei sein. Weitere Coronafälle gab es bei den Löwen nicht. Und Daniele Vesco und Serkan Durna, die zuletzt fehlten, werden Sonntag wieder dabei sein. Damm könnte seit Langem mal wieder so etwas wie eine Wunschelf auf den Rasen schicken. Die es gegen Offenbach auch braucht.

Der Verlängerung

Eine gute Nachricht kam am Donnerstag noch aus dem Lager der Löwen. Talent Paul Stegmann, der gegen Elversberg zuletzt sein Startelfdebüt für den KSV gab und dabei einen guten Eindruck gegen die beste Offensive der Liga hinterließ, hat seinen Vertrag bis 2023 verlängert. Der 19-Jährige macht in diesem Jahr sein Abitur.

Er sagt in einer Pressemitteilung des Vereins: „Ich kann es kaum erwarten, mich endlich noch mehr auf den Fußball zu konzentrieren und an mit arbeiten zu können. Ich blicke positiv gestimmt auf viele weitere Erfolge, die wir mit der Mannschaft einfahren werden.“ Sehr optimistisch. Kann man aber auch sein nach einer Woche mit Startelfdebüt, Vertragsverlängerung – und nun der Möglichkeit auf Einsatzzeit im Hessenderby. Dass Stegmann wieder beginnen wird, ist angesichts der vielen Rückkehrer eher unwahrscheinlich.

Die Herangehensweise

Damm erwartet, dass Offenbach nach den Rückschlägen zuletzt forsch und offensiv in die Partie gehen wird. „Wenn sie oben dranbleiben wollen, müssen sie gewinnen“, sagt er. Aber: „Wir haben uns gut vorbereitet, haben viel Selbstvertrauen. Wir wollen Offenbach nicht ärgern, wir wollen Punkte holen.“ Um das zu schaffen, sollen Damms Löwen effektiver sein als zuletzt gegen Elversberg. Im Heimspiel gegen den aktuellen Zweiten hatte der KSV eine starke erste Halbzeit gezeigt – aber kein Tor erzielt. „Das muss uns gelingen. Dann können wir den Druck auf sie noch weiter erhöhen“, erhofft sich der Trainer. (Maximilian Bülau)

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