Insolvenzplan wird derzeit erstellt

Löwen gastieren ab 14 Uhr in Walldorf: Die Statistik spricht für den KSV

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Konzentriert: Gelingt dem KSV mit (von links) Sergej Evljushkin, Adrian Bravo Sanchez, Sebastian Schmeer, Brian Schwechel, Marco Dawid und Lucas Albrecht die Wende?

Kassel. Zeit zum Durchatmen gibt es für den KSV Hessen derzeit wenig. Und vielleicht ist das auch gut so – angesichts der Sieglos-Serie von acht Ligaspielen in Folge.

Am heutigen Dienstag bietet sich dem Fußball-Regionalligisten die nächste Chance, wieder in die Erfolgsspur zurückzukehren. Nach dem 0:0 gegen Worms soll es nun die Wende in Walldorf werden. Ab 14 Uhr gastiert das Team von Trainer Tobias Cramer beim Tabellenelften, der zuletzt ebenfalls nur 0:0 in Ulm spielte. Neben dem Sportlichen gab es aber auch Neuigkeiten in Sachen Planinsolvenz-Verfahren.

Das Sportliche

Immer dann, wenn schon viele Mutmacher herhalten mussten, lohnt sich ein Blick auf die Statistik. Seit der Saison 2014/2015, als Walldorf in die Regionalliga aufgestiegen war, fällt die Bilanz des KSV gegen die Kurpfälzer nämlich positiv aus. Neben drei Unentschieden (1:1, 0:0, 1:1) gab es bislang zwei Siege (4:0, 2:0) und nur eine Niederlage (1:3).

„Das hört sich ja zunächst gut an, allerdings ist unsere Auswärtsbilanz dort nicht so prickelnd. Vor allem zu Hause ist Walldorf richtig stark, da haben sie enorm viel Qualität“, sagt KSV-Coach Cramer. Es wartet also eine weitere, richtig schwere Aufgabe, auf die Löwen, die ihrerseits in der Fremde nur ein einziges Spiel in dieser Saison für sich entscheiden konnten – am 27. August bei der Reserve der TSG Hoffenheim (3:1). Eine Woche später gab es dann den bislang letzten Sieg zu bejubeln – beim 3:0 im Auestadion gegen den TSV Steinbach.

„Die aktuelle Lage ist natürlich für niemanden wirklich befriedigend. Den Spielern kann ich keinen Vorwurf machen, sie stehen zusammen. Und ich denke, dass wir diese schwierige Phase auch durchstehen und meistern werden“, sagt Cramer. Bereits gestern hat er sich mit seinem Team nach dem Abschlusstraining auf die Reise Richtung Süden gemacht. Nicht mitwirken kann Brian Schwechel, der gegen Worms die fünfte Gelbe Karte gesehen hatte und gesperrt ist. Fragezeichen stehen hinter den Einsätzen von Niklas Künzel und Sergej Evljushkin. „Wir müssen es schaffen, unsere komplette Qualität auf den Platz zu bekommen, dann gelingt uns auch die Wende“, so Cramer.

Das Finanzielle

Auch abseits des sportlichen Geschehens gab es einen Termin. Anlässlich eines ersten Treffens der Gläubiger vor dem Amtsgericht hat Insolvenzverwalterin Jutta Rüdlin über die wirtschaftliche Situation des Vereins, über die aktuelle Lage und über Aussichten berichtet. „Sie wurde dann von der Gläubigerversammlung damit beauftragt, einen Insolvenzplan zu erstellen, mit dem sie bereits begonnen hat“, berichtet KSV-Pressesprecherin Alexandra Berge.

Ist der Insolvenzplan fertig, wird das Gericht diesen prüfen. Im Falle einer Bestätigung gibt es einen weiteren Erörterungs- und Abstimmungstermin, zu dem alle Insolvenzgläubiger, die Forderungen zur Insolvenztabelle gemacht haben (derzeit 106), gesondert eingeladen werden. Heißt: Hier wird dann über den Insolvenzplan abgestimmt, der dazu dienen soll, den Verein als solches zu erhalten.

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