Neuzugang kommt von Dynamo Dresden

Mink: Comvalius ist der Wunschspieler des KSV Hessen

Fußball-Regionalligist KSV Hessen Kassel hat einen weiteren Neuzugang präsentiert – und gleichzeitig seinen Königstransfer für die kommende Saison getätigt. 

Während einer Pressekonferenz stellten die Löwen am Mittag mit Sylvano Comvalius von Drittligist Dynamo Dresden einen Stürmer vor, den Trainer Matthias Mink als seinen Wunschspieler bezeichnet. Nach Informationen unserer Zeitung sollen dem 27-Jährigen mehrere Angebote vorgelegen haben – auch aus dem Ausland.

Dass er sich für den KSV entschied, begründete Comvalius damit, dass ihn das Projekt KSV Hessen überzeugt habe: „Es gibt gute Grundlagen. Die Mannschaft aus der vergangenen Saison ist fast zusammengeblieben.“ Er selbst sieht sich im Gefüge als mannschaftsdienlichen Spieler, der mit Toren, aber auch mit Vorlagen das Team weiterbringen kann.

Ein Grund für seinen Wechsel nach Kassel ist aber auch, dass von Kassel aus seine Heimat Amsterdam schneller zu erreichen ist. Dort lebt seine Familie, zu der auch der bald fünfjährige Sohn Milan zählt. Comvalius stellt aber klar: „Ich bin nicht nach Kassel gewechselt, um dreimal in der Woche nach Hause zu fahren, sondern um die Chance zu haben, sie zu sehen. Das gibt mir ein besseres Gefühl.“

Von Seiten des KSV wurde der Transfer möglich, weil der Niederländer trotz eines noch laufenden Vertrages ablösefrei nach Nordhessen wechselt und zwei langjährige Sponsoren des KSV zusätzlich Geld zur Verfügung gestellt haben, um das Gehalt des Neuzugangs sicherzustellen. Dessen Vertrag mit Dresden wurde aufgelöst. Wie lange er nun an den KSV gebunden ist, darüber herrscht Stillschweigen.

Artikel aktualisiert um 17.20 Uhr

Bei Dynamo Dresden absolvierte Comvalius in der vergangenen Saison 31 Spiele, er schoss sechs Tore. Nach einer guten Vorrunde kam er in der Rückrunde aber nicht mehr so zum Zuge. In Kassel will er nun vor allem eines: spielen. Für Trainer Matthias Mink ist er die ideale Ergänzung zum bisherigen Kader, weil Comvalius nicht nur fußballerische Qualität mitbringt, sondern auch das, was mitunter fehlt: Größe und körperliche Robustheit. Mink hatte Comvalius schon länger im Auge. Letztlich hatte er auch gute Kontakte nach Dresden, wo mit Ralf Minge jener Mann als Sportdirektor arbeitet, mit dem Mink in Leverkusen die Reserve von Bayer trainiert hat. Die Sächsische Zeitung hat Comvalius jüngst als professionell, ehrlich, selbstkritisch und weltoffen beschrieben. Zu Beginn in Dresden war er auch Publikumsliebling.

Ob die Kaderplanung des KSV nun abgeschlossen ist, steht noch nicht fest. Der Markt soll weiter sondiert werden, sagen Mink und Hans-Jochem Weikert, der Vorsitzende des KSV. Allerdings: Fast jede Position bei den Löwen ist nun doppelt besetzt.

Rubriklistenbild: © Foto: Hildebrand

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