Immer wieder Kellerkinder: Die Löwen verlieren beim Drittletzten nach frühem Gegentor 0:1

KSV stolpert auch in Koblenz

Einer gegen drei: Obwohl der KSV lange in Überzahl spielte, steht Tobias Becker hier gegen Torschütze Kevin Steuke und Admir Softic (von links) allein auf weiter Flur. Foto:  Weiss

Koblenz. Immer wieder Kellerkinder. Gegen die Abstiegskandidaten der Fußball-Regionalliga tut der KSV Hessen Kassel sich unglaublich schwer. Eine Woche nach der Niederlage gegen Nöttingen verloren die Löwen auch beim Drittletzten TuS Koblenz 0:1 (0:1). Den Gastgebern genügte für den zweiten Heimsieg in der Saison ein schnelles Tor in der 2. Minute. Dem KSV gelang danach trotz drückender Überlegenheit kein Treffer.

Schlechter kann ein Spiel aber auch einfach nicht beginnen als das im Stadion Oberwerth. Gleich beim ersten Angriff bekamen die Gastgeber einen Freistoß an der Strafraumgrenze, gleich mit dem ersten Schuss erzielten sie das 1:0. Kevin Steuke zirkelte den Ball mit links gefühlvoll in die Maschen. Kevin Rauhut war da chancenlos.

Kassels Torhüter sorgte aber dafür, dass es nicht ganz schnell noch schlimmer kam. In der 6. Minute konterte Koblenz mit Angelo Hauk über die rechte Seite, nach seinem Zuspiel stand Akiyoshi Saito völlig frei, doch Rauhut verhinderte mit einer spektakulären Fußabwehr das 0:2. Nicht weniger hochklassig die Aktion des Torhüters in der 37. Minute. Nach einer Bogenlampe von Stefan Hickle war Rauhut im Rückwärtslaufen noch grade so mit der Faust zur Stelle.

Und seine Vorderleute? Die taten sich richtig schwer. Klar, sie mussten jetzt ja das tun, was ihnen immer wieder nicht so liegt: Gegen einen tief stehenden Kontrahenten das Spiel machen. Die Gäste waren zwar überlegen, oft aber zu statisch. Möglichkeiten gab es so zunächst nur bei Standardsituation. Benjamin Girths Kopfball nach einer Ecke (21.) lenkte Koblenz´Torhüter Fabrice Vollborn noch über die Latte. Und beim Freistoß von Tobias Becker segelte Stefan Müller knapp am Ball vorbei.

Auch nach dem Wechsel dauerte es lange, bis der KSV seine Überlegenheit wenigstens in herausgespielte Chancen umwandelte. Sergej Schmiks Distanzschuss strich knapp vorbei (57.), Shqipon Bektasi kam nach einem Abpraller frei an den Ball, schoss aber über das Tor (60.).

Kurz danach waren die Gäste auch ein Mann mehr auf dem Platz. Felix Lietz hatte einen Konter durch ein Foul anBektasi unterbunden, sah Gelb-Rot (64.). Trainer Matthias Mink stärkte die Offensive, holte Verteidiger Steffen Friedrich vom Feld und brachte Mittelfeldmann Dennis Lemke. Es spielte sich nun auch nahezu alles in der Koblenzer Hälfte ab. Das Problem aber blieb: Im Strafraum, da spielte sich viel zu wenig ab. Einmal fiel Lemke der Ball vor die Füße, der ihn jedoch überrascht weit über das Tor drosch (79.). Ein anderes Mal setzte wieder Lemke den Ball per Kopf knapp neben den Pfosten (82.). Keine Frage: Der KSV versuchte alles. Die entscheidende Situation vorm Tor des Gegners - die gelang ihm aber einfach nicht.

Statistik

Tus Koblenz - KSV Hessen Kassel 1:0 (1:0)

Koblenz: Vollborn - Hickl, Laux, Matuwila, Lietz - Softic (46. Hadzic) - Steuke (86. Dzaka), Saito (66. Fritsch), Boskovic - Hauk, Quotschalla

Kassel: Rauhut - Schmik (78. Merle), Friedrich (71. Lemke), Müller, Schulze - Perrey - Bektasi, Becker, Evljuskin, Feigenspan - Girth (59. Schmeer)

SR: Meisberger (Schmelz). Z: 1188

Tor: 1:0 Steuke (2.)

Gelb-Rot: Lietz (64.)

Gelb: Lietz, Hauk, Laux - Schulze

Von Frank Ziemke

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