Heute wird das Magazin vorgestellt 

Südstadtlegenden: Eine Reise in die 60er und 70er des KSV Hessen Kassel

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Die Macher des Magazins: Michael Homburg (links) und Oliver Zehe.

Kassel – Nach den 1980er-Jahren kommen die 60er und 70er. Auf die Südstadtmythen folgt das Magazin Südstadtlegenden.

Oliver Zehe – Mitglied im Ältestenrat und Teil des Presse- und Medienteams des Fußball-Hessenligisten KSV Hessen Kassel – hat sich erneut der Geschichte der Löwen gewidmet. Dieses Mal mit neuem Partner: Michael Homburg war für die grafische Umsetzung zuständig. Herausgekommen ist eine Reise in die KSV-Vergangenheit. „Ironisch distanziert, aber liebevoll“, sagt Zehe. Heute wird das Magazin ab 18.30 Uhr im Vip-Raum des Auestadions vorgestellt.

Auf 112 Seiten gibt es einen Rückblick in eine Zeit des Umbruchs im Fußball. „In den 60er-Jahren waren Männer mit Anzug, Krawatte, im Winter mit Mantel im Stadion. In den 70er-Jahren kamen dann erstmals Fans mit Schals und Trompeten. Das war auch ein gesellschaftlicher Umbruch. Das hatte einen sozialpolitischen Hintergrund“, sagt Zehe.

Wichtig ist dem 49-Jährigen: „Das Magazin ist keine Gefühlsduselei. Es geht nicht darum: Früher war alles besser. Auch damals wurden die Spieler schon vom Platz gepfiffen. Auch damals ging es schon ums Geld“, sagt er. Ein Beispiel: In dieser Zeit habe die erste Mannschaft des KSV wegen ausbleibender Zahlungen streiken wollen. Das Reserveteam habe schon am Bahnhof im Zug zum Auswärtsspiel in Pforzheim gesessen, ehe es doch noch zu einer Einigung kam.

Rund fünf Monate Arbeit stecken in diesem Magazin. Zehe sprach mit KSV-Legenden wie Rolf Fritzsche, Uwe Habedank, Werner Hassenpflug und Charly Wimmer. Von ihnen bekam er viele Fotos aus dieser Zeit. Homburg ließ die Bilder – viele in Schwarz-Weiß, manche in Farbe – zusammen mit den Texten, Tabellen und Statistiken zu einem 11-Freunde-ähnlichen Nostalgie-Magazin verschmelzen.

Südstadtlegenden, das ist ein Rückblick auf die Spielzeiten von 1963 bis 1974. Es geht um verpasste Aufstiege, Duelle mit dem FC Bayern und einen wütenden Franz Beckenbauer. Südstadtlegenden ist aber auch ein Heft voller Superlative, voller unterhaltsamer Geschichten – garniert mit ausführlichen Interviews. Die Gesprächspartner? Ex-Spieler Habedank und Edel-Fan Harald Bracht.

Das Magazin hat eine Auflage von 600 Stück. Verkauft wird es ab heute im Fan Point in Kassel, im Presse- und Druckzentrum der HNA, Frankfurter Straße 186, in der HNA-Geschäftsstelle in der Kurfürstengalerie sowie über die Webseite des KSV – www.ksv-hessen.de. Eine Ausgabe kostet 14,80 Euro.

Ob es weitere Bände geben wird? „Schauen wir mal, wie gut dieser über die Bühne geht“, sagt Zehe. Er selbst habe sich gefreut wie ein kleines Kind zu Weihnachten, als er die Kartons mit den frischgedruckten Magazinen nach Hause geliefert bekommen habe, erzählt er.

Weil Weihnachten nicht mehr fern ist, bietet sich Südstadtlegenden aber sicher auch als Geschenk an. Nicht für den Sohn oder die Tochter. Aber für den einen oder anderen Fan von damals in Anzug und Mantel oder mit Schal und Trompete.

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