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Sunexpress-Cup: KSV Hessen scheitert im Halbfinale, St. Pauli triumphiert

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Von: Torsten Kohlhaase

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Kassel. Wieder war es warm in der Eissporthalle, wieder kamen knapp 3500 Zuschauer, und wieder war das Feld für Fußball-Regionalligist KSV Hessen Kassel bereitet: Doch diesmal wurde es nichts mit dem Sieg beim Sunexpress-Cup.

Nach einer 0:6-Pleite im Halbfinale gegen den FSV Frankfurt reichte es nur zum kleinen Finale, das die Löwen ebenfalls deutlich verloren - 3:7 gegen Paderborn. Den Turniersieg beim Hallenkick holte sich der FC St. Pauli mit einem 4:3-Erfolg im Endspiel zweier Zweitligisten gegen den FSV Frankfurt. Überragend: Lennart Thy, der gleich dreimal für die Hamburger einnetzte und mit insgesamt sieben Treffern auch Torschützenkönig wurde.

Dabei musste der Kiezklub im Halbfinale richtig zittern. Nach Toren von Thy und Paderborns Marc Vucinovic ging es ins Neunmeterschießen. Dort versagten Florian Hartherz die Nerven, der links neben den Pfosten schoss und den Hamburgern beim 4:3-Erfolg den Finaleinzug ermöglichte. Einen besonderen Schlagabtausch lieferten sich dabei die Fangruppen des FC St. Pauli und des KSV Hessen, die ihre gegenseitige Abneigung bereits während des gesamten Turniers mit Gesängen zum Ausdruck brachten.

Für die Kasseler hingegen hatte der Samstagabend gut begonnen. Sebastian Schmeer sicherte mit seinem Treffer einen Punkt gegen Paderborn (1:1), und im anschließenden Duell um den Halbfinaleinzug gegen den nordhessischen Rivalen vom KSV Baunatal gab es einen überzeugenden 4:1-Erfolg. Die VW-Städter, die zuvor schon mit 0:4 gegen den SC Paderborn das Nachsehen hatten, standen auch gegen die Löwen auf verlorenem Posten. Samet Davulcu gelang zwar noch der Ehrentreffer, doch zuvor hatte der KSV Hessen nach Toren von Marco Dawid, Nachwuchsspieler Pierre Kublik, Andrej Cheberenchuk und Marcel Andrijanic bereits den Halbfinaleinzug perfekt gemacht. Die Hoffnungen auf einen Pokalsieg wie im vergangenen Jahr gegen Paderborn (6:5 nach Neunmeterschießen) wurden dann aber jäh zerstört.

Bilder des Turniers

Am Ende war der FSV Frankfurt zu stark, der die Gruppe A dominierte. Mit jeweils drei Treffern hatten die Südhessen mit dem Australier Mathew Leckie und dem Ex-Kölner Denis Epstein neben St. Paulis Thy die beiden besten Torschützen der Vorrunde in ihren Reihen. Und sie kassierten keinen einzigen Gegentreffer. Ein 2:0 gegen St. Pauli und ein 6:0 gegen den insgesamt überforderten türkischen Vertreter Alanyaspor bedeuteten schließlich den Gruppensieg. Als Zweiter qualifizierten sich die Hamburger fürs Halbfinale, die am Vortag das Hallenturnier in Bielefeld nach einem 3:2-Sieg im Endspiel gegen Osnabrück gewonnen hatten. Auch St. Pauli, das ohne die beiden aus Nordhessen stammenden Sören Gonther und Sebastian Schachten antrat, ließ Alanyaspor beim 6:1 keine Chance. Damit erinnerten die Gäste aus Südosteuropa an den Auftritt von Göztepe Izmir, das im vergangenen Jahr ebenfalls chancenlos war. Dafür sorgten ihre Fans im Januar 2013 für weitaus mehr Stimmung - von Alanyaspor waren dagegen kaum Anhänger in der Halle.

Im Einlagespiel vor dem Turnier gewann die Traditionsmannschaft des KSV Hessen mit 2:1 gegen eine von Rudi Bommer betreute Allstar-Auswahl, bei der unter anderen Dieter Müller, Olaf Marschall und Stefan Schnoor auf dem Parkett standen. Umjubelter Siegtorschütze und mit "Fußballgott, Fußballgott"-Sprechchören gefeierte Ex-Löwe war Thorsten Bauer. Der ehemalige Stürmer hatte den Ball mit der Brust angenommen, sich gedreht und direkt zum 2:1 ins Netz versenkt.

Von Torsten Kohlhaase

Alle Ergebnisse finden Sie auf www.kassel-live.de

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