Hessenligist am Samstag gegen Ginsheim

Tim Philipp Brandner: Zurück auf der Außenbahn beim KSV Hessen

Energischer Antreiber auf der Außenbahn: Tim Philipp Brandner ist nach seiner Achillessehnenverletzung zurück in der Mannschaft des KSV Hessen. Foto:  Christian Hedler

Kassel. Er ist noch ungeschlagen in dieser Hessenliga-Saison: Tim-Philipp Brandner. 2:0 gegen Lohfelden, 2:0 gegen Neu-Isenburg, 3:1 gegen Eddersheim und 1:1 gegen Alzenau – dazu der Sieg im Kreispokal beim Tuspo Nieste und der Erfolg am Mittwoch im Hessenpokal-Achtelfinale in Neu-Isenburg (3:1).

Der Mittelfeldspieler des KSV Hessen Kassel ging bislang mit seinem Team noch nicht als Verlierer vom Platz. Allerdings hat er auch schon fünf Ligaspiele verletzungsbedingt verpasst. Jetzt ist der 27-Jährige aber wieder fit und will seinen positiven Lauf natürlich fortsetzen.

Die nächste Möglichkeit dazu bietet sich am Samstag – vor bislang fast ungewohnter Kulisse. Denn das ab 15 Uhr beginnende Heimspiel gegen Ginsheim ist erst die zweite Partie dieser Saison, die im Auestadion stattfindet. Damit endet auch die lange Auswärtstour der Löwen, die insgesamt achtmal in der Fremde antraten – unterbrochen von einem 1:0-Derbysieg gegen den FSC Lohfelden.

„Wir freuen uns unheimlich darauf, nun jedes zweite Wochenende wieder zu Hause spielen zu können“, sagt Brandner, der in Neu-Isenburg endlich mal wieder über die komplette Distanz gehen konnte – diesmal als Außenverteidiger. „Egal ob im Mittelfeld oder in der Abwehr, auf der Außenbahn fühle ich mich eigentlich überall sehr wohl“, erzählt der KSV-Spieler, der zuletzt aufgrund von Achillessehnenproblemen ausgefallen war.

Angefangen hatte alles im Hessenpokal-Finale gegen Steinbach, als er sich einen Bänderriss zuzog und danach in beiden Füßen Schmerzen hatte. Jedoch wusste Brandner schon dort, dass wohl alles mit einer Krankheit zu tun hat, die 2017 bei ihm diagnostiziert wurde: Rheumatische Artritis – chronische Schmerzen in Gelenken und Muskeln.

„Deshalb hat es in den meisten Spielen bisher auch nur zu Kurzeinsätzen gereicht. Aber nachdem ich nun zwei Wochen in einer Rheuma-Klinik im mittelhessischen Bad Endbach war, geht es mir wesentlich besser. Ich habe derzeit keine Probleme“, berichtet Brandner, der angesichts der schwierigen personellen Lage zuletzt sehnlichst in der Mannschaft zurückerwartet wurde. Und es gibt Hoffnung, dass die Aussichten am Samstag noch besser werden. Kapitän Frederic Brill wurde am Mittwochabend bereits eingewechselt, auch bei Sergej Evljsukin könnte es reichen, wie Brandner berichtet.

Mit Ginsheim erwartet die Löwen ein Gegner, der die mit Abstand schwächste Defensive aufweist. 27 Gegentore in neun Spielen sind Ligaspitze. Seit vier Partien warten die Gäste auf einen Sieg, und mitunter geht es bei den Auswärtsspielen des VfB richtig spektakulär zu: 2:4 in Alzenau, 4:3 in Griesheim, 4:4 bei der SG Barockstadt – vielleicht gibt es ja auch am Samstag im Auestadion viele Tore zu bejubeln. Wenn dann der KSV Hessen das bessere Ende für sich hat, wird sich auch Tim-Philipp Brandner freuen, dass seine persönliche Siegesserie weitergeht.

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