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Schwäbische Alb statt Sauerland: Trainer Tobias Cramer empfängt mit VfR Aalen seinen Ex-Klub KSV Hessen Kassel

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Von: Björn Mahr

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Aalens Trainer: Tobias Cramer.
Aalens Trainer: Tobias Cramer. © Imago/EIBNER

Der frühere Kasseler Coach Tobias Cramer trainiert seit Sommer den Fußball-Regionalligisten VfR Aalen – Heute geht es für ihn gegen seinen Ex-Klub KSV Hessen.

Mit Mittelgebirgen kennt er sich aus. Tobias Cramer stammt aus Olsberg im Sauerland. Und wenn der Trainer mal nicht in Sachen Fußball unterwegs ist, dann lebt er mit seiner Familie in Willingen. Seit Beginn dieser Saison trägt er allerdings die Verantwortung für den Südwest-Regionalligisten VfR Aalen. „Die Umstellung ist mir nicht schwergefallen. Hier gibt es auch Mittelgebirge“, sagt der 47-Jährige schmunzelnd. Die Stadt Aalen liegt in der Schwäbischen Alb.

Heute ab 19 Uhr empfängt er dort mit seiner Mannschaft einen guten Bekannten – den KSV Hessen Kassel. Von 2014 bis 2016 war er Co-Trainer bei den Löwen, von 2016 bis 2019 arbeitete er dann als Chefcoach. „Es war eine schöne Zeit. Es ist eine Ehre, fünf Jahre für denselben Verein tätig sein zu dürfen“, betont Cramer. Nur logisch, dass das Aufeinandertreffen am heutigen Abend auch etwas Besonderes ist: „Ich kenne den Großteil der Mannschaft und das komplette Trainerteam.“

Mit KSV-Coach Tobias Damm tauschte er sich in den vergangenen Wochen nicht aus. Nicht, weil er vor dem direkten Duell in der Ostalb-Arena jeglichen Kontakt gescheut hatte – „es hat mit unseren Spielterminen einfach nicht gepasst“. Kassels Co-Trainer Sebastian Busch versorgte er aber zwischenzeitlich mit ein paar Informationen über den SGV Freiberg, gegen den die Löwen zuletzt 0:0 gespielt haben. Aalen hatte zum Rundenauftakt mit einem 2:1-Auswärtserfolg drei Punkte gegen den Neuling eingefahren.

Anders als der KSV rangiert der VfR als Neunter im Tabellenmittelfeld. Siegen gegen Freiberg und Barockstadt Fulda-Lehnerz folgten Niederlagen gegen die TSG Balingen (1:2) und den FC Homberg (0:2). Mit den jüngsten Leistungen war er zufrieden, nicht aber mit den Ergebnissen. „Die Niederlagen waren unnötig“, sagt Cramer. Zwei individuelle Fehler kosteten der überaus jungen Mannschaft mögliche Punktgewinne. „Aus den Fehlern müssen wir lernen“, stellt der VfR-Coach klar. Vielleicht stellt sich schon bis zur Partie gegen das Schlusslicht aus Nordhessen ein Lerneffekt ein.

Cramer erwartet ein hochinteressantes Spiel gegen seinen Ex-Klub. „Der KSV ist sehr robust und absolut fit. Wir werden ihn nicht am jetzigen Platz, sondern an seiner Position in der letzten Saison bewerten“, verdeutlicht der Aalener Übungsleiter. Die vergangene Spielzeit beendeten die Kasseler auf Rang sieben. Zum Vergleich: Der VfR wurde Zwölfter.

Heute Abend kann der Ex-Siegener Cramer personell nicht aus dem Vollen schöpfen. Innenverteidiger Tim Schmidt zog sich in der Partie gegen Homburg einen Muskelfaserriss zu, und Paolo Maiella verletzte sich am Mittwoch im Training. Dessen Einsatz ist zumindest fraglich.

Mit Sascha Korb hat Cramer einen ehemaligen Löwen-Akteur in seinem Kader. Als Geschäftsführer in Aalen fungiert mit Giuseppe Lepore ein früherer KSV-Funktionär. „Infrastrukturell ist der Verein sehr gut aufgestellt. Man merkt, dass der Klub schon mal in der 2. Liga war. Hier ist alles super“, erklärt der Trainer. Da passt es gut, dass er auch landschaftlich nichts vermisst. (Björn Mahr)

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