Er glänzt nun auch als Torschütze

Hasan Pepic belebt das Mittelfeld des KSV Hessen

Hat gute Laune: Hasan Pepic, Neuzugang des KSV Hessen, hier vor der Orangerie. Foto: Hedler

Kassel. Welcher Regionalliga-Fußballer kann das schon von sich behaupten, mit Superstar Andrea Pirlo gemeinsam trainiert zu haben? Oder mit Arturo Vidal? Oder mit Gianluigi Buffon?

Hasan Pepic vom KSV Hessen Kassel kennt all die Jungs aus seiner Zeit bei Juventus Turin. Als er 19 war, wechselte er in die Nachwuchsabteilung des italienischen Spitzenklubs. Regelmäßig war er bei den Übungseinheiten der Profis dabei.

Das ist an sich eine große Geschichte, aber Pepic hat die acht Monate in Turin längst abgehakt. Sein Fazit: „Nach Italien würde ich nicht mehr gehen. Die Strukturen sind da nicht so geordnet wie hier. Der Lebensstil hat mir nicht zugesagt.“

Jetzt gefällt es ihm besser. Nach seinem Wechsel im Sommer von der zweiten Mannschaft des SC Paderborn zum KSV Hessen ist er bei den Löwen endgültig angekommen: Der Mittelfeldspieler gehört zum Stamm, er absolvierte jedes Pflichtspiel von Anfang an, beim 1:0 am Sonntag in Spielberg schoss er sein erstes Tor für den Spitzenreiter – zugleich ein wichtiges. Und was sagt Pepic? „Ganz zufrieden bin ich noch nicht. Ich könnte manchmal noch schneller spielen.“

So selbstkritisch der 22-Jährige ist, so angetan ist er von seinem neuen Verein: „Der KSV ist ein Traditionsverein. Die Strukturen sind hier besser als bei manchem Zweitligisten.“ Als er im vergangenen Winter mit Paderborns Reserve ein Testspiel gegen die Löwen bestritt, entstand der Plan, nach Nordhessen zu wechseln. Schon jetzt kann sich Pepic vorstellen, in Kassel länger zu bleiben als bei seinen Stationen zuvor. Er gehört zu denen, die selbst in jungen Jahren schon viel erlebt haben im Fußballgeschäft – und im Leben überhaupt.

Er wurde in Podgorica geboren, der heutigen Hauptstadt Montenegros. Wegen des Krieges in der Heimat wanderte die Familie aus, Pepic wuchs in Baden-Württemberg auf, er spricht sechs Sprachen, spielte schon für acht Vereine. Mehr sollen es erst einmal nicht werden. „Ich fühle mich wohl in Kassel“, sagt er, der eine Wohnung in Innenstadtnähe gefunden hat. Er weiß auch schon, was die Leute hier gern hören: „Ich bin gekommen, um mit Kassel etwas zu erreichen.“ Bleibt noch eine Frage: Wie ist eigentlich Andrea Pirlo so? „Ein ganz gelassener Typ.“

 

• In den nächsten Wochen stellen wir die Neuzugänge des KSV in loser Folge vor.

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