KSV Hessen spielt Ostermontag gegen Baunatal 

Traum vom vollen Auestadion: Fast 10.000 Karten für Hessenliga-Derby verkauft

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Stimmungsvoll: Seit dem Bau des Auestadions im Jahr 1953 gab es immer wieder den Wunsch nach einer Flutlichtanlage. 2008 war es endlich soweit. Zur Premiere gegen Bayern München II kamen 17 200 Zuschauer.

Gibt es am Ostermontag endlich mal wieder ein volles Auestadion? Und vielleicht sogar einen Besucherrekord für die Fußball-Hessenliga? Schon jetzt sind 9300 Tickets verkauft.

Aber da geht noch was. 18.750 Zuschauer passen aktuell ins runderneuerte Auestadion. Früher waren es deutlich mehr. Zum Eröffnungsspiel im Jahr 1953 gegen Aschaffenburg (1:2) kamen 20.000 Fans.

Verpasster Aufstieg (1)

Das war nicht schlecht, aber erst der Anfang. Der offizielle Besucherrekord im Auestadion liegt 55 Jahre zurück bei aus heutiger Sicht unglaublichen 37.000 Menschen. Das war 1964, als der KSV Hessen um den Aufstieg in die Bundesliga spielte und mit 1:2 an Hannover 96 scheiterte. Zeitzeugen erinnern sich, dass damals zusätzliche Holztribünen im weiten Rund aufgebaut wurden. Auf den Stehplätzen sei es so eng gewesen, dass man sich kaum noch bewegen konnte.

Nur eine Tribüne und jede Menge Stehplätze: Zum Aufstiegsspiel 1964 gegen Hannover kamen 37.000 Besucher ins Auestadion.

Uwe Seeler hautnah

Ein Jahr später spielte der KSV im DFB-Pokal gegen den Hamburger SV mit dem zu der Zeit wohl populärsten deutschen Spieler, Uwe Seeler. Offiziell waren damals weniger Besucher im Stadion als gegen Hannover. Das könnte daran gelegen haben, dass irgendwann niemand mehr den Überblick hatte. 

Zuschauer am Spielfeldrand: Pokalspiel gegen den HSV mit Uwe Seeler (rechts) 1965.

Die Absperrungen rechts und links der Haupttribüne hielten dem Ansturm der Fanmassen nicht mehr stand. Die strömten in den Innenraum bis dicht an den Spielfeldrand. Nicht nur die Tribünen, sondern auch die Laufbahn war voller Menschen. Mehr als zwei Schritte Anlauf konnten die Spieler bei einem Eckball nicht machen. Die inoffizielle Schätzung damals in der HNA: 40.000 Fans wollten das Spiel sehen, das der KSV mit 0:2 verlor.

Verpasster Aufstieg (2)

20 Jahre später (1985) machten die Löwen einen weiteren vergeblichen Anlauf zum Aufstieg in die Bundesliga. In der Schlussphase der Saison kamen 23 000 Besucher zum Spiel gegen Hannover 96 (2:2). Da war noch alles drin. Erst am letzten Spieltag kam das Aus durch ein 0:2 in Nürnberg.

Flutlichtpremiere

Auch in der jüngeren Vergangenheit gab es Spiele, bei denen das Auestadion zumindest gut gefüllt war. Nach dem Bau der Flutlichtanlage im Jahr 2008 wollten 17.200 Besucher das erste Abendspiel sehen. Gegner war die zweite Mannschaft von Bayern München (1:1).

Im März 2011 trat die deutsche U-21-Nationalmannschaft in einem Freundschaftsspiel im Auestadion gegen Italien an (2:2). Damals kamen 16.000 Besucher, so viele wie nie zuvor bei einem Freundschaftsspiel des DFB-Nachwuchses.

Fast volles Haus: Im Jahr 2011 kamen zur U-21-Nationalmannschaft 16 000 Zuschauer.

Verpasster Aufstieg (3)

17 000 Fans sahen das Aufstiegsspiel des KSV Hessen im Jahr 2013 gegen Holstein Kiel. Das verloren die Löwen mit 1:2 und verpassten so den Aufstieg von der Regionalliga in die 3. Liga.

Verpasster Aufstieg: Enno Gaede 2013.

Neuer Anlauf

Mittlerweile sind die sportlichen Ziele etwas bescheidener, der Ehrgeiz aber ungebrochen. Gegen den Nachbarn aus Baunatal soll der Besucherrekord für die 5. Liga her. Zwei Monate vor dem Anpfiff ist mit den bislang verkauften Tickets der Anfang gemacht. 

Wenn es wirklich klappt mit einem ausverkauften Stadion, gibt es einen Eintrag für den Ligarekord. Das wäre super, denn mehr ginge heutzutage selbst bei einem Spiel gegen den FC Bayern nicht.

Restrunde geht weiter: Das ist der aktuelle Stand in der Hessenliga

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