Nach bitterer Niederlage gegen Walldorf

Und jetzt ausgerechnet nach Mainz: Für den KSV Hessen geht es zum Spitzenreiter

Paul Nebel (links) und Simon Zoller.
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Mainzer mit Bundesligaerfahrung: Paul Nebel (links) vom FSV kommt auch regelmäßig in der ersten Liga zum Einsatz. Rechts: Bochums Simon Zoller.

Hätte es Corona nicht gegeben – vielleicht, ja vielleicht hieße der Gegner des KSV Hessen Kassel morgen nicht 1. FSV Mainz 05 II.

Kassel – Die Zweitvertretung des Bundesligisten stand zum Ende der vergangenen Saison der Fußball-Regionalliga Südwest auf Rang 17 – und der hätte normalerweise eben den Abstieg bedeutet. Doch weil es keine Aufsteiger gab, da die Oberligen wegen der Pandemie frühzeitig beendet wurden, blieb der FSV in der Liga. Und empfängt so heute im Bruchwegstadion die Löwen aus Kassel (14 Uhr).

Die Lage beim KSV

Trainer Tobias Damm atmet auf die personelle Lage angesprochen schwer, presst dann ein „schwierig“ hervor. Lukas Iksal, Marcel Fischer, Ingmar Merle und Hendrik Starostzik haben sich allesamt eine Erkältung eingefangen. Iksal, der zuletzt wegen einer Gelbsperre zusehen musste, wird definitiv fehlen, Fischer zumindest heute wieder ins Training einsteigen, Merle und Starostzik taten das gestern. Gesichert sind aber auch ihre Einsätze nicht. Dazu kommt auch keiner der Langzeitverletzten zurück. Tim Brandner wurde am Mittwoch eine Schraube aus dem Fuß entfernt. Er muss nun weitere zwei Wochen pausieren.

Das ist aber nicht der Grund dafür, dass die Stimmung zu Beginn der Trainingswoche am Montag ziemlich gedrückt war. „Wir waren nach dem Spiel gegen Walldorf alle unzufrieden, haben das noch mal analysiert. Jetzt müssen wir das aber abhaken“, sagt Damm. „Es kommt darauf an, wie wir Spiele verlieren. So wie an diesem Tag haben wir aber noch nie verloren“, fügt er an. Keiner habe ansatzweise seine Form erreicht. Für morgen kündigt er Änderungen in der Startelf an.

Da hilft es nicht unbedingt, dass die Löwen als schlechtestes Auswärtsteam der Südwest-Staffel zum Spitzenreiter nach Mainz fahren. Lediglich ein Remis gab es bei fünf Auftritten auf fremden Plätzen, erst zwei Tore gelangen dem KSV außerhalb des Aue-stadions. Mut macht da vielleicht, dass der FSV von drei Niederlagen zwei am Bruchweg kassierte.

Die Lage beim FSV

Für Damm ist es keine Überraschung, dass die Mainzer in der Saison stark verbessert auftreten. „Sie haben viele junge Spieler, die zusammengeblieben, nun eingespielter sind. Dazu sind noch zwei, drei gute Fußballer aus der U19 und von außen dazugekommen“, sagt er. Mit Simon Brandstetter haben die Mainzer einen profierfahrenen Angreifer. Paul Nebel, der wie Niklas Tauer regelmäßig bei der ersten Mannschaft dabei ist, hat einen Marktwert von 1,3 Millionen Euro, die gesamte KSV-Mannschaft laut transfermarkt.de einen von 1,25 Millionen Euro. Die Favoritenrolle morgen ist also klar vergeben. (Maximilian Bülau)

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