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KSV Hessen empfängt Mainz II: Und jetzt das beste Heimspiel

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Von: Maximilian Bülau

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Moritz Flotho.
Erzielte im Hinspiel gegen die Reserve des 1. FSV Mainz 05 zwei Tore: KSV-Angreifer Moritz Flotho wird auch heute wieder gebraucht. © Andreas Fischer

Es ist keine ganz neue Erkenntnis: Den Fußball-Regionalligisten KSV Hessen Kassel sollte man nie abschreiben.

Kassel – Immer dann, wenn der geneigte Fan eigentlich sagen würde: „Dieses Mal haben die aber gar keine Chance“, zaubern die Löwen eine Überraschung aus dem Hut. So war das zum Beispiel in der Hinrunde gegen die Reserve des Bundesligisten 1. FSV Mainz 05. Sechs Spiele mit nur einem Sieg gingen diesem Duell voraus. In den Wochen zuvor hatte der KSV jeweils 0:2 gegen die direkten Konkurrenten Hoffenheim II und Walldorf verloren. Und dann? Dann legten die Löwen das – laut Trainer Tobias Damm – beste Auswärtsspiel der bisherigen Saison hin und gewannen beim damaligen Tabellenführer aus der Landeshauptstadt von Rheinland-Pfalz 3:1.

Wenn die Mainzer heute ab 19 Uhr im Auestadion zu Gast sind, dann ist die Situation nicht ganz so angespannt, wie sie es vielleicht in der Hinrunde war. Die Löwen liegen auf einem guten achten Rang, haben sieben Punkte Abstand zum ersten Abstiegsplatz. Doch dieses Mal hat der KSV nur einen Sieg aus den vergangenen acht Spielen einfahren können – allerdings auch sechsmal zumindest einen Punkt geholt. Dennoch: Abermals könnten sich die Löwen aus einer kleinen Ergebnis-Delle befreien – mit einem Sieg gegen Mainz.

Zum besten Zeitpunkt sind die Nullfünfer allerdings nicht in Kassel zu Gast. Der wäre wohl vor zwei, drei Wochen gewesen. Das Team war als Tabellenführer in die Winterpause gegangen, startete auch mit zwei Siegen aus dieser. Doch dann folgten vier Niederlagen und ein Unentschieden. Im Aufstiegskampf sind die Mainzer dadurch zurückgefallen. Am vergangenen Wochenende siegte das Team von Trainer Bartosch Gaul allerdings 3:2 gegen Hoffenheim II und beendete den Negativlauf.

Eine vergleichbare Situation erlebte der KSV erst unlängst, als er im Hessenpokal beim FSV Frankfurt antrat – und 0:2 verlor. Die Südhessen hatten kurz zuvor den Trainer gewechselt. Seitdem sind die Leistungen des einstigen Aufstiegs-Geheimfavoriten konstanter geworden.

Es wäre heute allerdings ein guter Zeitpunkt für die Löwen, um die Torflaute zu beenden. Die Torschützen aus dem Hinspiel – Moritz Flotho (2) und Serkan Durna – sind jedenfalls dabei. Durna hat seine Magen-Darm-Probleme überstanden und steht Damm ebenso wieder zur Verfügung wie die zuletzt angeschlagen fehlenden Frederic Brill, Kevin Nennhuber und Daniele Vesco. Nils Stendera ist gestern zwar wieder ins Training eingestiegen, ein Einsatz heute kommt aber zu früh. Ausfallen könnte Lukas Iksal, der sich gegen Walldorf einen Pferdekuss zugezogen hat. „Bei ihm wird es eng“, sagt Damm.

Der Coach weiß, dass es für einen Sieg heute gegen Mainz vielleicht auch das beste Heimspiel der Saison benötigt. Das ist für ihn bislang der 4:0-Erfolg gegen Großaspach Anfang Dezember. „Da müssten wir drankommen“, sagt er. Helfen würde dabei sicherlich eine ordentliche Kulisse im Auestadion. Dieses 4:0 gegen Großaspach verfolgten pandemiebedingt nur 859 Zuschauer. Einige werden sich sicher ärgern, das nicht live gesehen zu haben. Das muss doch nicht noch einmal passieren. (Maximilian Bülau)

Wir bieten heute einen Liveticker an. Dieser wird von Torsten Kohlhaase betreut. Sie finden ihn ab 18.45 Uhr unter www.hna.de.

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