1. Startseite
  2. Sport
  3. KSV Hessen Kassel

KSV Hessen empfängt am Samstag FSV Frankfurt: Und wieder heißt der letzte Ausweg Brendel

Erstellt:

Von: Maximilian Bülau

Kommentare

Thomas Brendel.
Er soll es erneut richten: Thomas Brendel gab erst im Sommer das Traineramt beim FSV Frankfurt ab und konzentrierte sich auf seine Aufgabe als Sportdirektor. Nun sitzt er wieder auf der Bank. © Imago/Kellner

Es ist noch nicht allzu lange her, da saßen ganz andere Namen auf der Trainerbank des FSV Frankfurt. Falko Götz, Benno Möhlmann und Hans-Jürgen Boysen.

Kassel – Klar, es ist auch noch nicht allzu lange her, da war der FSV Frankfurt im Profi-Fußball unterwegs. Die Gegenwart in der Regionalliga Südwest ist dagegen eine ziemlich triste. Am Bornheimer Hang herrscht Abstiegsangst.

Nach 21 Spielen stehen die Südhessen auf Platz 16 – der den sicheren Gang in die Oberliga bedeuten würde. Der, der das verhindern soll, heißt einmal mehr Thomas Brendel. Zumindest vorerst. Eigentlich ist der 45-Jährige ja Sportdirektor des FSV. Aber bereits von April 2019 bis zum Sommer dieses Jahres sprang er als Coach ein. Und als Angelo Barletta bereits Ende September in Frankfurt wieder entlassen wurde, da war es erneut der Ex-FSV-Spieler, der die Mannschaft zurück auf Kurs bringen sollte.

In der Saison 2018/19 sicherte Brendel, der Alexander Conrad auf der Trainerbank am Bornheimer Hang beerbt hatte, den Klassenerhalt mit seinem Team am drittletzten Spieltag durch einen 5:1-Erfolg gegen Hessen Dreieich. Am Ende wurde der FSV Zwölfter. In der Folgesaison standen die Frankfurter – immer noch unter Brendels Leitung – zum Zeitpunkt des pandemiebedingten Saisonabbruchs ebenfalls auf Rang zwölf. Brendel blieb noch ein weiteres Jahr – und führte den FSV erstmals seit der Insolvenz 2017 wieder in die Spitzengruppe der Regionalliga. Sechster mit 70 Zählern wurde der FSV und holte damit 17 Punkte mehr als der KSV Hessen Kassel.

Der ist am Samstag der letzte Gegner des Jahres für die Frankfurter. Die Vorzeichen vor der Partie im Auestadion (14 Uhr) haben sich aber geändert. Der KSV könnte mit dem dritten Erfolg in Serie Luft zwischen sich und die Abstiegsränge bringen. Der FSV würde im Fall einer Niederlage definitiv auf einem Abstiegsplatz überwintern.

Daran konnte auch Brendel nichts ändern, der seit der Übernahme von Barletta drei Siege und vier Unentschieden holte, den Platz aber auch fünf Mal als Verlierer verließ. Was ihm zuletzt aber gelang: Er stabilisierte die Defensive. Auf torlose Spiele gegen Ulm und Koblenz folgte zuletzt ein 3:0-Erfolg gegen Hoffenheim II. Der erste Sieg seit dem 23. Oktober und überhaupt erst der fünfte in dieser Saison. Einen davon gab es allerdings am vierten Spieltag – ein 1:0-Erfolg gegen den KSV Hessen am Bornheimer Hang.

Damals waren die Löwen überlegen, hatten die Partie im Griff. In der 52. Minute war dann die Möglichkeit zum 1:0 da. Foulelfmeter für den KSV, Ingmar Merle nahm sich der Sache an – vergab aber. Sieben Minuten später war es Toptorjäger Arif Güclü (sieben Saisontreffer), der den KSV schockte.

Offensiv haben die Frankfurter trotz einiger Abgänge ohnehin noch einiges zu bieten. Neben Güclü ist Jake Hirst meist gesetzt. Der 1,94 Meter lange in Bad Nauheim geborene Engländer traf auch beim 3:0-Sieg gegen Hoffenheim am vergangenen Samstag, es war sein sechstes Saisontor.

Die Löwen dürften also gewarnt sein. Aber ein Blick in die Vergangenheit könnte Mut machen. Die letzte Liga-Niederlage im Auestadion gegen den FSV liegt mehr als 17 Jahre zurück. Damals, im September 2004, unterlag der KSV 0:3. (Maximilian Bülau)

Auch interessant

Kommentare