Beim 3:1 gegen Eintracht Frankfurt II besiegt KSV-Torwart Nulle sogar seinen Vater

Als Verfolger etabliert

Überzeugte einmal mehr: KSV-Torwart Carsten Nulle. Archivfoto: Fischer

Kassel. Plötzlich sieht die Welt schon wieder viel freundlicher aus für den KSV Hessen Kassel in der Fußball-Regionalliga. Nach dem 3:1-Sieg bei der Reserve von Eintracht Frankfurt am Freitagabend sind die Löwen jetzt zumindest als hartnäckiger Verfolger etabliert.

Und zwar sechs Punkte hinter dem Spitzenduo Hoffenheim II und Elversberg. Hoffnung für den Rest der Hinrunde macht nicht nur Tabellenplatz vier, sondern die Art und Weise, wie der KSV in Frankfurt aufgetreten ist. „Bis auf die Minuten 46 bis 60 war das sehr gut“, sagt Torwart Carsten Nulle, auf den nicht nur unmittelbar nach der Halbzeit Verlass war. Er hätte zwar auf die Frankfurter Sturm- und Drangphase beim Stande von 2:1 verzichten können, sagt aber auch: „So war es schön, dass ich mich auszeichnen konnte.“

Nach dem zweiten Sieg in Folge, zu dem Sebastian Gundelach, Ricky Pinheiro und Gabriel Gallus mit ihren Toren beitrugen, hat Trainer Uwe Wolf seinen Spielern zwei Tage freigegeben. Ab morgen gilt die Konzentration dann dem nächsten Heimspiel am kommenden Sonntag gegen den FSV Frankfurt II. Dass nun alles wieder von allein läuft, davor warnt Nulle aber: „Gerade die zweiten Mannschaften sind ekelig zu spielen.“ Auch der KSV hat schon seine Erfahrungen gemacht: Zwei der bisher drei Saison-Niederlagen kassierte er gegen ReserveTeams.

Gegen Eintracht Frankfurt waren die Löwen nun wesentlich erfolgreicher als bei Hoffenheim II und zu Hause gegen Freiburg II. Nulle sucht den Grund für den Erfolg und die gute Leistung schon beim Sieg eine Woche zuvor gegen Homburg. „Der war enorm wichtig“, sagt der KSV-Kapitän. Er betont aber auch: „Wir haben nie an uns gezweifelt.“ Auch nicht, als sie sechsmal in Folge nicht gewannen.

Klaus Nulle

Für Nulle war die Partie in Frankfurt aber nicht nur wegen der drei Punkte, vieler guter Paraden und eines gehaltenen Elfmeters etwas Besonderes. Nein, der 37-Jährige spielte erstmals auch irgendwie gegen seinen Vater. Klaus Nulle (69) ist nämlich Zeugwart bei der Eintracht-Reserve. So kassierte Carsten Nulle auch noch ein Lob von höchster Stelle – von seinem Papa, der ihm als Kind das Fußballspielen beigebracht hatte.

„Er war zufrieden mit mir“, berichtet der KSV-Kapitän, dem es seinerseits leidtut, dass die kleine Eintracht seines Vaters verlor und am Tabellenende steht. Er weiß aber, wie sie aus dem Keller herauskommt: mit einem Sieg gegen Elversberg nächste Woche. „Ich habe ihm ein paar Tipps gegeben.“ Schließlich würde davon ja auch der KSV profitieren. Carsten Nulle sagt aber auch: „Es wäre falsch, nur auf die anderen zu schauen.“ Was vor allem zählt, ist das eigene Spiel gegen den FSV Frankfurt. Foto: dpa

Von Florian Hagemann

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