Bittere Niederlage gegen Neckarelz

0:1 - KSV verliert durch Sonntagsschuss in letzter Minute

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Kassel. Wie bitter war das denn? Das Fußballjahr endete für den KSV Hessen Kassel sehr ernüchternd. Die 0:1-Niederlage im Schnellcheck von Frank Ziemke.

Durch einen Sonntagsschuss von Benjamin Schäfer in der 90. Minute gewann Neckarelz im Auestadion 1:0, obwohl die Gastgeber durchweg überlegen waren. Der Schnellcheck zum Spiel von HNA-Sportredakteur Frank Ziemke.

Wie war was Spiel? 

Leider nicht so gut, wie man es sich als Werbemaßnahme der Löwen angesichts der ordentlichen Kulisse im Auestadion gewünscht hätte. Und am Ende dann richtig ernüchternd für den KSV. Wobei aber gilt: Die Gastgeber hatten die Partie im Griff, gewannen die meisten Zweikämpfe. Vor der Pause hatten sie auch das Plus an Chancen, ohne aber richtig zwingend zu sein. Pech hatte Tobias Damm bei einem abgefälschten Volleyschuss (6.) und bei seinem Solo, das Torhüter Wagner per Fußabwehr beendete (34.). Stürmer Bemjamin Girth bekam immerhin Szenenapplaus für einen Fallrückzieher.

Bilder vom Spiel

KSV verliert gegen Neckarelz in letzter Minute 0:1

Die Gäste hatten durch Benjamin Schäfer jeweils zu Beginn beider Hälften zwei halbe Chancen, bei denen sich Löwen-Torhüter Kevin Rauhut aber sehr sicher zeigte. Das war es aber auch für Neckarelz. Der KSV drängte nach dem Wechsel immer mehr auf den Führungstreffer. Es gab jede Menge Ecken, viele Freistöße und auch einige Chancen. Was fehlte war aber Durchsetzungsvermögen und der energische Wille, den Ball auch im Tor unterzubringen. Es war einer dieser Tage, an denen der KSV wohl ewig hätte spielen können, ohne einen Treffer zu erzielen. Und als das 0:0 eigentlich besiegelt schien, da senkte sich Schäfers Schuss unhaltbar in den Winkel zum restlos ernüchternden Ende.

War das Ergebnis gerecht? 

Nein, das war es nicht. Der KSV war klar überlegen, hatte gute Chancen, ließ selbst fast nichts zu. Aber: Es fehlte den Gastgebern halt an Durchsetzungsvermögen. Und das wurde bitter bestraft.

Wer war der Spieler des Spiels?

Gab es nicht. Tobias Damm hätte sich das eigentlich verdient. Leider gelang es auch ihm nicht, seine gute Leistung mit einem Treffer zu krönen. Die Chancen dafür hatte er. Seine laufstarke Leistung wurde aber zumindest mit Szenenapplaus belohnt - als der offensive Mittelfeldspieler in der 38. Minute einen Konter mit energischem Einsatz stoppte.

Gab es einen Aufreger?

In der 64. Minute gab es das, was Getümmel im Strafraum genannt wird. Und zwar ein richtiges. Nach einer Ecke kamen gleich mehrere KSV-Spieler im Gewühl vor dem Tor an den Ball, doch immer wieder warf sich ein Gästeakteur in die Schüsse. Damm, Girth, Müller waren wohl beteiligt. Am Ende klärte ein Neckarelzer vor der Linie, die Löwen reklamierten noch Handspiel bei einem der zahlreichen Rettungsversuche.

Wie war denn die Resonanz auf die Freikarten-Aktion?

Wohl angesichts der Kälte nicht so gut, wie die Gastgeber sich das erhofft hatten. Der KSV hatte im Vorfeld kräftig Freikarten an die Vereine der Region verteilt. Pressesprecher Torsten Pfennig sprach von der Hoffnung auf 5000 Zuschauer. Am Ende waren es dann 3500 - was für ein Spiel gegen Neckarelz aber ja durchaus eine schöne Zahl ist.

Und die Statistik? Sah so aus:

KSV: Rauhut - Merle (87. Lemke), Friedrich, Müller, Brandner - Schmik, Perrey, Damm, Becker - Girth (72. Feigenspan), Bektasi (72. Schmeer)17.11.14

Neckarelz: Wagner - Kizilyar, Bindnagel, Busch, Bückle - Schäfer, Abele, Burgio (61. Galm), Keller (90. Winkler) - Szimayer, Beyazal (72. Müller)

SR: Klein (Kirkel-Limbach), Z: 3500

Tore: 0:1 Schäfer (90.)

Gelbe Karten: Galm

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