Trainer Cramer ist mit der zweiten Hälfte zufrieden

KSV verliert Testspiel gegen Wiedenbrück 1:3

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Admir Saric und Sergej Evljuskin.

Kassel. Nur eine Halbzeit überzeugt: Fußball-Regionalligist KSV Hessen Kassel hat ein Testspiel gegen den SC Wiedenbrück 1:3 (0:3) verloren.

Gegen den Tabellendritten der Regionalliga West rannten die Löwen in der ersten Hälfte nur hinterher. „Taktisch, körperlich - das war nichts“, sagte KSV-Trainer Tobias Cramer zur Leistung seiner Mannschaft in den ersten 45 Minuten. Der KSV ließ Konsequenz und Körpersprache vermissen. Die Gäste hingegen, die mehrere Testspieler in ihren Reihen hatten, waren stets einen Schritt schneller. Nach einem Doppelschlag in der 14. und 15. Minute lagen die Ostwestfalen schnell 2:0 in Führung.

Nach einer guten halben Stunde wurde es noch bitterer für die Löwen. Flanke, Kopfball, Tor - Wiedenbrücks Kapitän Julian Wolff erhöhte unbedrängt auf 3:0 für die Gäste.

Cramer wechselte in der Pause kräftig durch. Und plötzlich stand ein ganz anderer KSV auf dem Platz - selten hat dieser Spruch so treffend gepasst. Denn nur Torwart Niklas Hartmann lief auch in der zweiten Hälfte auf. „Mit der zweiten Halbzwit bin ich absolut zufrieden“, sagte Cramer. Die Löwen bewegten sich gut, waren anspielbereit und übten Druck auf den Gegner aus. Der KSV-Trainer formulierte es so: „Da war endlich Leben in der Mannschaft.“

KSV-Innenverteidiger Lucas Albrecht.

In der Defensive agierten die Nordhessen aggressiver, Wiedenbrück erspielte sich keine nennenswerte Chance mehr. Dafür der KSV. Ein Schuss von Sebastian Szimayer (54.), ein Versuch von Brian Schwechel (60.), ein knappes Ding von Sergej Schmik - das sah phasenweise richtig gut aus, wie die Löwen kombinierten und mit Tempo in den gegnerischen Starfraum zogen. Aber nur Adrian Bravo Sanchez traf. Der Linksfuß verwandelte trocken einen Strafstoß (65.). Trotzdem: Auf der Leistung in der zweiten Hälfte können die Löwen aufbauen. Zumal sich Wiedenbrück als der erwartete Härtetest erwies.

KSV (1. Halbzeit): Hartmann - Schütze, Albrecht, Brill, Rakk, Brandner - Unzicker, Saric, Evljuskin - Merle, Dawid

KSV (2. Halbzeit): Hartmann - Leinhos, Schmik, Künzel, Voss - Korb, Bravo Sanchez, Schwechel - Najjer - Szimayer, Schmeer

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