Viel Halt durch die Abwehr

KSV setzt im Heimspiel gegen Homburg auf Defensivstärke

Kassel. Mit dem Heimspiel heute gegen den Tabellensiebten FC Homburg (Anpfiff: 14 Uhr) geht für den Fußball-Regionalligisten KSV Hessen Kassel die Vorrunde zu Ende.

Es heißt, mit einem Sieg dranzubleiben am Spitzenquartett.

Schon jetzt lobt Trainer Matthias Mink seine Mannschaft und sagt: „Dass wir bisher 28 Punkte haben, ist nicht selbstverständlich.“ Er sieht die Löwen auf Kurs, was auch mit der Defensivstärke zusammenhängt.

Die Zwischenstände der Partie finden Sie bei Kassel Live.

Bei der geringen Torausbeute zuletzt mit lediglich zwei eigenen Treffern aus den vergangenen sechs Ligaspielen ging die gute Abwehrleistung fast ein wenig unter: Mit neun Gegentreffern stellt der KSV hinter Waldhof Mannheim die zweitbeste Defensive. In den vergangenen 454 Pflichtspielminuten kassierten die Löwen keinen einzigen Treffer. Was aber sind die Gründe dafür?

DIE VIERERKETTE

Sie macht stets einen souveränen Eindruck – und das, obwohl gerade auf den Positionen der Innenverteidiger immer wieder personelle Wechsel anstanden: Mal fiel Steffen Friedrich aus, mal Henrik Giese, mal Tim Welker. Auch gegen Homburg fehlen Giese und Welker. Trotzdem ist stets eine Grundstabilität vorhanden. Mink begründet das mit den Mechanismen, die greifen – egal, wer zum Einsatz kommt. Von einer Eingespieltheit spricht auch Außenverteidiger Sergej Schmik, der einzige Feldspieler, der bisher keine Minute verpasste.

DAS SYSTEM

„Das Verteidigen beginnt nicht erst bei der Viererkette“, sagt Schmik, der auf die Abwehrqualität der gesamten Elf verweist, obwohl sie eigentlich eine offensive Ausrichtung habe. In der Tat hat das von Trainer Mink favorisierte System Grundsicherungen eingebaut: Wenn die Außenverteidiger Schmik und Nicolai Lorenzoni der Forderung nachkommen, sich immer wieder in die Offensive einzuschalten, rückt Frederic Brill aus dem defensiven Mittelfeld auf Höhe der Innenverteidiger und bildet eine Dreierkette. Auch die Mittelfeldspieler Tobias Becker und Hasan Pepic oder Sergej Evljuskin helfen aus, stopfen Lücken.

DER TORWART

Kevin Rauhut hat zwar manchmal Probleme, den Ball beim Abschlag an den Mann zu bringen, aber an sich ist auf den Torwart Verlass. „Er trägt zu unserer Abwehrstärke bei“, sagt Schmik. Beim 3:0 im Pokal in Hünfeld blieb auch Niklas Hartmann ohne Gegentor.

DAS QUÄNTCHEN GLÜCK

Bei eben jenem Pokalspiel in Hünfeld erzielte der KSV-Gegner ein reguläres Tor, das aber nicht anerkannt wurde. „Das gehört dazu“, sagt Trainer Mink und meint das Glück des Tüchtigen. So kommt es, dass der KSV selbst in Zeiten der eigenen Torlosigkeit mit der Abwehrstärke stets einen gewissen Halt hatte. Denn, so sagt es Sergej Schmik: „Auch ein Spiel ohne Gegntor ist ein Erfolgserlebnis.“

Bleibt jetzt trotzdem noch eine Frage: Welcher Löwe trifft nach fünf Heimspielen ohne Tor endlich mal wieder für den KSV? Sergej Schmik hat eine Idee: Er hätte nichts dagegen, seinen zweiten Saisontreffer zu erzielen. Kleines Problem: Der Einsatz des 25-Jährigen war gestern noch fraglich. Er verletzte sich im Training an der Nase, eine genaue Diagnose stand noch aus.

Vor dem Spiel

Anpfiff: Heute, 14 Uhr, Kasseler Auestadion.

Die Lage: Der KSV Hessen Kassel scheint mit dem 1:0 beim 1. FC Saarbrücken und dem 3:0 im Pokal gegen Hünfeld seine Krise überwunden zu haben. Was jetzt noch fehlt, ist mal wieder ein Sieg im eigenen Stadion. Zuletzt gab es fünf Partien ohne ein eigenes Tor. Homburg liegt als Tabellensiebter ein wenig hinter den Erwartungen zurück.

Das Personal: Die KSV-Innenverteidiger Tim Welker und Henrik Giese sind weiterhin verletzt, Stürmer Shqipon Bektashi ist noch gesperrt. Fraglich ist der Einsatz von Außenverteidiger Sergej Schmik, der sich unter der Woche im Training an der Nase verletzt hat. Möglich, dass er mit einer Gesichtsmaske aufläuft. Im Angriff könnte Benjamin Girth wieder eine Chance von Anfang an bekommen.

Die voraussichtliche Aufstellung des KSV: Rauhut - Schmik, Friedrich, Perrey, Lorenzoni - Brill – Pepic, Becker - Feigenspan, Comvalius, Girth.

Schiedsrichter: Benedikt Kempkes ist 30 Jahre alt und kommt aus Thür in der Nähe von Koblenz. Er leitet auch Begegnungen der Dritten Liga.

Rubriklistenbild: © HNA/Hedler

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