Samstag ab 14 Uhr in Ulm

KSV Hessen nach dem 1:5 in Offenbach: Von Rückschlägen und Reaktionen

Serkan Firat (links) und Frederic Brill.
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Das tut weh: Offenbachs Serkan Firat greift KSV-Kapitän Frederic Brill bei einem Zweikampf ins Gesicht.

„Ziemlich trübes Wetter heute, habe ich gerade gedacht.“ So antwortet Tobias Damm, Trainer des Fußball-Regionalligisten KSV Hessen Kassel, am Donnerstag auf die Frage, wie es ihm geht.

Kassel – „Es ist immer noch eine harte Nummer“, fügt er an. Das Wetter wäre an diesem Donnerstag kein anderes gewesen, wäre die Partie zwei Tage zuvor in Offenbach nicht 1:5 aus Sicht der Löwen ausgegangen. Aber mit diesem Ergebnis im Kopf wirkt der Himmel dann eben noch ein bisschen düsterer, der Wind kälter, der Nieselregen unangenehmer. „Das kann alles passieren. Das weiß ich auch, ich habe selbst gespielt. Aber diese erste Halbzeit in Offenbach, das hat einfach nicht zu uns gepasst“, sagt ein noch mitgenommener Coach.

Natürlich nagt das auch an den Spielern. „Die verarbeiten das verschieden. Manche machen sich da nicht so lange einen Kopf, haken das ab, sagen, dass es weitergehen muss“, sagt Damm. „Andere beschäftigt es länger.“ Weitergehen muss es, wird es auch. Und zwar schon morgen. Wieder auswärts. Beim nächsten Topteam, dem SSV Ulm ab 14 Uhr. Damm kündigt für diese Partie Änderungen an. „Es wird die eine oder andere geben. Aber ich werde auch nicht die Hälfte der Mannschaft austauschen. Das sind ja auch die Spieler, die am vergangenen Samstag noch 3:0 gegen Alzenau gewonnen haben“, sagt er.

Klar ist, dass Jon Mogge fehlen wird, der in Offenbach in der 80. Minute nach einem harten Einsteigen die Rote Karte gesehen hatte. Der 23-Jährige hätte nun aber ohnehin aussetzen müssen, weil er gestern operiert wurde. „Er hat ein Überbein am Übergang vom Knöchel zur Ferse. Der Termin konnte nicht mehr verlegt werden“, sagt Damm. Bitter ist da, dass Nils Pichinot, der zuletzt wegen Problemen an der Achillessehne aussetzen musste, im Training einen Rückschlag erlitten hat und wohl auch in Ulm nicht zum Einsatz kommen wird.

Damm erwartet von den Spielern, die morgen auf dem Feld stehen werden, auf jeden Fall eine andere Herangehensweise. Wir blicken auf drei andere bittere Niederlagen für den KSV – und die Reaktion im folgenden Spiel.

3. Mai 2019, 2:6 in Fulda: Eine der bittersten Pleiten der vergangenen Jahre. Für den KSV geht es um den direkten Wiederaufstieg von der Hessenliga in die Regionalliga – und damit in Fulda gegen die SG Barockstadt um sehr viel. Nach 78 Minuten steht es 0:6. Ein Doppelpack von Sebastian Schmeer kaschiert das Ergebnis nur leicht. Es folgt ein 2:2 zuhause gegen Waldgirmes. Am Ende sind es die Punkte, die den Löwen für Platz zwei fehlen.

10. Februar 2018, 1:4 in Mainz: Die Löwen wollen nach dem insolvenzbedingten Punktabzug zum Auftakt nach der Winterpause gegen Schott Mainz eine Aufholjagd einläuten. Doch das misslingt beim Abstiegskonkurrenten völlig. 1:4 verliert der KSV. Doch es folgen drei Siege gegen Hoffenheim II, Steinbach und Ulm und nur noch zwei Niederlagen in 13 Partien. Für den Klassenerhalt reicht es dennoch nicht.

1. April 2017, 1:5 in Sinsheim: Wieder auswärts. Mit demselben Ergebnis wie gegen Offenbach verlieren die Löwen gegen Hoffenheim II. Doch nur eine Woche später folgt ein 2:1-Sieg – in Ulm. (Maximilian Bülau)

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