Trainer Cramer und Nebe geben Auskunft über Gemeinsamkeiten und Rituale

Vor dem Duell KSV Hessen gegen KSV Baunatal: Der doppelte Derby-Tobi

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Will auch nach dem Rekordspiel applaudieren: Tobias Cramer, Trainer des KSV Hessen Kasse l.

Wenn es am Ostermontag (15 Uhr) zum Derby zwischen den beiden Fußball-Hessenligisten vor großer Kulisse im Auestadion kommt, dann ist es auch ein Duell der Trainer.

„Löwe“ Tobias Cramer trifft auf „Bauni“ Tobias Nebe. Wir wollten vor dem Aufeinandertreffen wissen, was den „doppelten Derby-Tobi“ bewegt. Weil elf Spieler auf dem Feld stehen, haben wir elf Punkte abgefragt.

Das Trainer-Duo darüber ...

1. Was unsere Klubs gemeinsam haben.

Cramer: Gute Trainer (lacht). Naja, und natürlich zwei richtig gut funktionierende Mannschaften.

Nebe: Eine tolle Mannschaft und jede Menge Tradition.

2. Wie wichtig das Rekordspiel für die Region ist.

Cramer: Absolut wichtig. Sogar hessenweit wichtig. Es sichert uns ungeheure Aufmerksamkeit.

Nebe: Es ist sehr wichtig. Die Region setzt ein Ausrufezeichen. Das Spiel zeigt, dass Fußball in Nordhessen gelebt und geliebt wird.

3. Wie traumhaft es ist, dabei zu sein.

Cramer: Ganz ehrlich? Gar nicht. Ich betone ja immer wieder, dass das für mich ein ganz normales Meisterschaftsspiel ist. Dazu stehe ich. Traumhaft wäre für mich, bei der Aufstiegsrelegation dabei zu sein!

Nebe: Es wird ein einmaliges Erlebnis. Wir sind voller Vorfreude.

4. Was denn da im Hinspiel los war.

Cramer: Da haben wir 1:2 verloren. Und uns durch einen verschossenen Elfmeter um den Lohn gebracht.

Nebe: Es war ein sehr leidenschaftlicher, willensstarker und mutiger Auftritt meiner Mannschaft. Den wünsche ich mir am Montag genauso wieder.

Volle Konzentration auf das Derby im Auestadion: Tobias Nebe, Trainer des KSV Baunatal. 

5. Wie die aktuelle Form meiner Mannschaft ist.

Cramer: Sie spielt auf einem guten Niveau. Die Ergebnisse spiegeln das auch wider. Daran müssen wir anknüpfen. Am Montag und in den kommenden Wochen.

Nebe: Insgesamt sind wir gut drauf. Und eine verpatzte Generalprobe – wie die Niederlage im Kreispokal in Vellmar – führt zu einer gelungenen Bühnenpremiere.

6. Was ich der Mannschaft mitgebe.

Cramer: Grundsätzlich, dass sie Spaß und Freude daran haben sollen, sich in so einem Spiel richtig zu quälen. Darauf wird es nämlich ankommen im Derby.

Nebe: Meine Spieler sollen Spaß haben und diese Partie genießen. Sie sollen alle Emotionen aufsaugen.

7. Was es vorher zu essen gibt.

Cramer: Das wissen die Spieler. Wie in den letzten vier Jahren gibt es Nudeln oder Reis mit etwas Soße. Kohlenhydrate reichlich eben. Keinen Salat.

Nebe: Tatsächlich hat jeder Spieler beim Essen sein eigenes Ritual. Ich schreibe da nichts vor. Ich hoffe aber, dass jeder etwas Angemessenes isst. Generell machen wir vor diesem Spiel nichts anders als vor anderen Partien.

8. Was mir am Montag Sorgen macht.

Cramer: Dass Baunatal Highlight-Spiele kann.

Nebe: Dass wir in eins der beiden Extreme verfallen: Dass wir entweder überdrehen könnten, oder eingeschüchtert von der Kulisse sind, und dadurch ängstlich auftreten.

9. Und was mir Hoffnung macht.

Cramer: Dass unser momentaner Lauf diese Sorge in den Hintergrund drängt.

Nebe: Unsere charakterfeste Truppe und unsere Führungsspieler, die mit der Situation umgehen können. Zudem haben wir bewiesen, dass wir in den großen Spielen dem Druck standhalten können.

10. Was mein bisher schönstes Erlebnis im Auestadion war.

Cramer: Ganz klar das Erstrunden-Spiel im DFB-Pokal gegen Hannover 96. Ausverkauft, und ich durfte als Co-Trainer von Matthias Mink mittrainieren.

Nebe: Meine Zeit beim KSV Hessen liegt schon solange zurück, da fällt mir spontan keins ein. Aber am Montag wird es auf jeden Fall das schönste Erlebnis werden.

11. Welches Ritual uns Glück bringen soll.

Cramer: Unsere Spielvorbereitung ist ritualisiert. Da werden wir nach den letzten Wochen sicher nichts ändern. Zum Beispiel der Song, den wir hören, bevor es rausgeht in die Arena. Aber fragen Sie nicht, wie der heißt. Für die Musik sorgen die Jungs.

Nebe: Wir sind alle sehr abergläubisch. Es gibt viele Rituale, wie beispielsweise den Ablauf im Abschlusstraining. Es wird die Lieder-Playlist gespielt, die identisch ist mit der vom letzten Sieg.

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