1:2 in Walldorf - wieder kein Sieg für den KSV Hessen Kassel

Sein Tor kam viel zu spät: Adrian Bravo Sanchez erzielte das 1:2. Foto: Hedler

Walldorf. Für den KSV Hessen Kassel wird die Lage in der Fußball-Regionalliga immer bedrohlicher. Auch bei Astoria Walldorf konnten sich die Löwen nicht aus ihrem Tief befreien.

Nach der 1:2 (0:0)-Niederlage hängt die Mannschaft von Trainer Tobias Cramer auf dem vorletzten Tabellenplatz fest. Da die Konkurrenz punktet, wächst auch der Abstand. Auf Minimalziel Platz 16 sind es zwar nur drei Punkte, auf den in jedem Fall sicheren Rang 13 aber bereits acht.

Auch in Walldorf wirkte der KSV angesichts von nun schon neun Ligaspielen ohne Sieg gehemmt und nicht zielstrebig genug. Vor allem in der zweiten Hälfte waren die Gäste zwar gleichwertig, wirkten entschlossen. Echte Torchancen aber waren Mangelware. Und wie das oft so ist, wenn es nicht läuft: Der Elfmeter, der das 1:0 für Walldorf brachte, war auch noch umstritten.

Zur Pause beim 0:0 hatte der KSV noch alles in der Hand. Niklas Künzel fehlte verletzt, auch Brian Schwechel (Sperre) war nicht dabei. Dafür konnte Cramer zunächst auf Sergej Evljuskin zurückgreifen. Anfangs bestimmten die Gastgeber die Partie. Ein Kopfball von Tim Grupp (6.), später zwei Halbchancen, die KSV-Torhüter Niklas Hartmann mühelos entschärfte – das waren erste Warnschüsse für die Gäste. Und dann durfte Walldorf zweimal jubeln. Zunächst traf Marcel Carl ins Netz (20.), zwei Minuten später auch Nico Hillenbrand. War aber kein Problem für die Löwen. Beide Treffer zählten nicht. Abseits!

Trotzdem zeigte das: Walldorf machte das Spiel. Der KSV musste sich stark auf die Defensivarbeit konzentrieren. Und immerhin: Die Abwehr stand. Nach vorn gab es aber zunächst nur einen schönen Angriff, an dessen Ende der Schuss von Sergej Schmik zur Ecke geklärt wurde (14.).

In der 37. Minute zeigte sich dann, dass Evljuskins Einsatz wohl doch zu früh kam. Der Defensivmann musst raus, Cramer umbauen. Der Trainer brachte Marco Dawid für die Offensive, Tim Phillipp Brandner rückte auf die rechte Abwehrseite, Sascha Korb auf die linke. Schmik musste nun wieder in der Innenverteidigung ran.

Und der KSV kam nun besser ins Spiel. Störte früher. Schaltete besser um. Einmal war Szimayer frei durch (33.), wurde an der Strafraumgrenze jedoch mit einer Grätsche gestoppt. Auch nach dem Wechsel war die Partie ausgeglichen. Bis zur 60. Minute. Da gerieten die Löwen eben durch einen Foulelfmeter in Rückstand. Carl verwandelte, nachdem Schiri Kempkes einen Rempler im Strafraum gepfiffen hatte.

Natürlich versuchte der KSV danach alles. Cramer brachte zunächst mit Admir Saric und später mit Rolf Sattorov weitere Offensivkräfte, viel aber sprang bei den Angriffsbemühungen nicht heraus. Es fehlte einfach die Sicherheit, es fehlte die Genauigkeit. So kam, was kommen musste: Kern entschied die Partie mit einem Konter (89.). Adrian Bravo Sanchez gelang zwar postwendend der Anschlusstreffer – doch dieses Tor kam viel zu spät. Der KSV trat die Heimreise mit leeren Händen an. Und steckt endgültig ganz tief im Abstiegs-Schlamassel.

So hat der KSV Hessen Kassel gespielt

Walldorf: Rennar - Kiermeier, Nyenty, Strompf, Hofmann - Hillenbrand, Kern, Grupp (71. Haas), Meyer (84. Stadler)- Carl, Gross (76. Horn)

Kassel: Hartmann - Schmik, Albrecht, Evljuskin (37. Dawid), Brandner (83. Sattorov)- Brill - Merle (65. Saric), Schmeer, Bravo Sanchez, Korb - Szimayer

Schiedsrichter: Kempkes (Urmitz)

Zuschauer: 478

Tore: 1:0 Carl (60., Foulelfmeter), 2:0 Kern (89.), 2:1 Bravo Sanchez (90.)

Gelbe Karten: Hofmann, Grupp, Haas - Brandner, Dawid

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