KSV hat die Reserve der TSG Hoffenheim zu Gast

Wann endet die Serie? KSV Hessen ist seit halbem Jahr in der Regionalliga sieglos

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Da war die Welt noch in Ordnung: KSV-Trainer Tobias Cramer freut sich nach dem 2:1-Sieg im ersten Saisonspiel gegen Waldhof Mannheim.

Kassel. KSV-Trainer Tobias Cramer kann sich noch an den letzten Sieg seiner Mannschaft in der Fußball-Regionalliga Südwest erinnern. Dieser ist allerdings schon ein halbes Jahr her.

„Ja, das war gegen Steinbach“, sagt er, ohne überlegen zu müssen. Das stimmt. Selbstverständlich ist dieses Wissen aber nicht unbedingt. Es spricht vielmehr für ein gutes Gedächtnis. Denn der letzte Erfolg der Löwen liegt seit dem vergangenen Wochenende mehr als ein halbes Jahr zurück. Am 2. September 2017 gewannen sie im Auestadion 3:0 gegen den TSV Steinbach. Morgen hat der KSV die Reserve der TSG Hoffenheim zu Gast (18 Uhr) und will diese Serie beenden. Mal wieder.

Damals - im September - war noch alles gut beim KSV. Nach sieben Spielen hätte der Klub ohne den Neun-Punkte-Abzug auf dem vierten Platz gestanden - mit 13 Zählern. Gerade hatten die Löwen drei Siege in Folge gefeiert. Partien gegen Topteams wie Mannheim, Saarbrücken und Offenbach waren schon absolviert, die Minuspunkte aufgeholt. Alles in allem sah es gut aus - trotz der schwierigen Voraussetzungen nach dem Einreichen der Insolvenz und kaum finanziellen Möglichkeiten.

Davon ist jetzt nichts mehr übrig geblieben. Kurze Zeit verschwand das Lächeln aus Cramers Gesicht - also zumindest, wenn man ihn bei Regionalliga-Spielen des KSV sah. Auch der Ton hat sich gewandelt. Damals mahnte der Trainer immer wieder, auf dem Boden zu bleiben. Recht hatte er. Nun möchte der 43-Jährige, dass sich sein Team Endspiele erarbeitet.

„Irgendwann ist der Zeitpunkt in der Saison erreicht, an dem die Tabelle nicht mehr lügt. Wir müssen jetzt mit aller Macht versuchen, Spiele zu gewinnen, um uns das nächste Endspiel im Abstiegskampf zu holen“, sagt Cramer. Einen Vorteil sieht der Trainer dabei in den vielen Englischen Wochen, die die Löwen durch die abgesagten Partien vor der Brust haben. „Wir haben die Möglichkeit, uns an so einer Geschichte hochzuziehen“, sagt Cramer.

In der Tat wird es wohl wichtig sein, gleich zu Beginn des straffen Programms wieder ein Erfolgserlebnis zu haben, durch das die Spieler Selbstvertrauen bekommen und sehen, dass eine Aufholjagd noch möglich ist. Denn nur eine Siegesserie wird bei mindestens acht Punkten Rückstand auf das rettende Ufer helfen.

Und auch dem Trainer würde so ein Sieg sicherlich mal wieder ganz gut gefallen. Acht Tage nach dem letzten Erfolg feierte Cramer Geburtstag. Seitdem durfte er sich lange nicht mehr freuen. Seitdem sah man ihn nicht mehr mit einem Lächeln nach Abpfiff auf der Runde durchs Stadion.

Nicht dabei sein wird morgen Maik Baumgarten, der sich einen Bänderriss im Sprunggelenk zugezogen hat. Ingmar Merle ist erkältet. Sein Einsatz ist ebenso fraglich wie der von Sebastian Szimayer, der sich die Halswirbelsäule verrenkt hat. Die endgültige Entscheidung, ob der Platz bespielbar ist, fällt heute Mittag. Die Aussichten sind aber gut.

Blick in die Geschichte macht Mut

Es gibt im Sport ja irgendwie immer einen Mutmacher - zum Beispiel der Blick zurück ins Jahr 2006. Damals begann die Rückrunde in der Oberliga wetterbedingt erst am 18. März für den KSV Hessen. Und auch damals standen einige Wochen mit Spielen im Drei- bis Vier-Tages-Rhythmus an. Für die Löwen allerdings kein Problem. Die Bilanz der Rückrunde: zwölf Siege, zwei Unentschieden. Einer dieser Siege wurde am letzten Spieltag beim FSV Frankfurt eingefahren. Die Frankfurter waren Erster, die Löwen Zweiter. Dann kam Thorsten Bauer und erzielte in der 48. Minute das 1:0. Dabei blieb es. Der KSV stieg auf. Dieses Jahr würde es reichen, wenn es heißt: Der KSV bleibt drin.

Dinge, die man in einem halben Jahr machen könnte...

Je nachdem, ob es ein Schaltjahr ist oder nicht, hat ein halbes Jahr 182,5 oder 183 Tage. Das sind 4380 bis 4392 Stunden, 262.800 bis 263.520 Minuten und 15.768.000 bis 15.811.200 Sekunden. Wir haben Dinge zusammengestellt, die man in dieser Zeit machen könnte...

  • ...eine Bundesregierung bilden
  • ...26, 52 oder 78 Mal Sex haben - denn laut einer Studie hat der durschschnittliche Deutsche ein bis drei Mal in der Woche Sex
  • ...642 Euro für Kleidung und Schuhe ausgeben - denn der durschschnittliche Deutsche gibt im Monat 107 Euro dafür aus
  • ...rund 6,5 Mal mit dem Auto bei einer Geschwindigkeit von 60 km/h um die Erde fahren
  • ...den Führerschein machen
  • ...sich auf einen Marathonlauf vorbereiten
  • ...rund 30 Kilogramm Fleisch, 105 Eier oder 60 Kilogramm Obst und Gemüse essen - so viel isst der Durschschnittsdeutsche in 26 Wochen
  • ...rund 52 Liter Bier, 10 Liter Wein und 2,2 Liter Schnaps trinken. Na dann, Prost!

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