Weite Fahrten und ein Live-Spiel: Die Löwen nach dem 2:1-Sieg in Ulm

Wohl nicht schlimmer verletzt: Kapitän Tobias Damm musste nach einem Schlag auf den Fuß ausgewechselt werden.

Kassel. Sechs Punkte fehlen noch. Dann hätte der KSV Hessen Kassel ebenso viele wie im vergangenen Jahr in der Fußball-Regionalliga geholt.

Drei weitere Zähler wanderten am Freitag beim 2:1-Sieg in Ulm auf das Konto der Löwen. Das Spiel bot einige Aufreger, hatte aber auch erfreuliche Nachrichten für die Kasseler. Fakten rund um den Auswärtssieg:

Reisen für die Fans

Knapp 400 Kilometer sind es von Kassel nach Ulm - und damit ist diese Fahrt die weiteste in der Regionalliga Südwest. Trotzdem waren auch am Freitag 50 Kasseler mit an die bayerisch-baden-württembergische-Grenze gekommen. „Das ist überragend. Wir haben viele weite Auswärtsfahrten. Und trotzdem sind immer Fans dabei, die uns unterstützen, egal ob am Montag, Freitag oder Samstag“, sagt Teammanager Steffen Friedrich.

Schmerzen für den Kapitän

Die Fans sahen aber zunächst keinen Beginn, der ihnen gefallen konnte. Bereits nach drei Minuten fiel das 0:1 durch Ndriqim Halili, 20 Minuten später musste Kapitän Tobias Damm verletzt vom Platz. „Er hatte einen Schlag auf seinen lädierten Fuß bekommen. Es sieht aber so aus, dass es nicht so schlimm ist“, sagt Friedrich. Damms Sturmpartner Sebastian Schmeer fehlte wegen Magen-Darm-Grippe. So kam Rolf Sattorov ins Spiel - und er sollte noch eine wichtige Rolle haben.

Tore aus der Abwehr

Denn eines zeigte diese Partie in Ulm wieder: Den KSV wirft in dieser Spielzeit nichts so wirklich aus der Bahn. Und er hat zudem einige Lichtblicke. Einer davon ist ganz sicher Lucas Albrecht. Als Stürmer im vergangenen Sommer gekommen, ist er längst ein Stabilisator der Defensive. Und in Ulm, da entdeckte er seine Torjägerqualitäten wieder. Erst köpfte er nach einer Ecke zum Ausgleich ein (28.).

Abwehrspieler mit Torjägerqualitäten: Lucas Albrecht traf gegen Ulm doppelt, hier per Elfmeter. Fotos:  Hedler

Und dann war da eben Sattorov, der spät einen Strafstoß herausholte (82.). Nach einigen vergebenen Elfmetern übernahm Albrecht - 2:1 für den KSV. Es waren seine Saisontore drei und vier. „Lucas ist jemand, der sich super integriert hat. Er beweist seine Regionalliga-Qualität. Wir stehen sehr stabil, er ist da ein Faktor“, sagt Friedrich.

Karten in der Nachspielzeit

Aufregung in der Nachspielzeit: Erst sah der Ulmer Johannes Reichert die Rote Karte nach einem harten Einsteigen. Es kam zur Rudelbildung. Mit der Folge, dass Yassine Khadraoui auch vom Platz gestellt wurde. Er soll einem Gegenspieler an den Hals gegangen sein. Trainer Tobias Cramer sagte später: „Der Schiedsrichter hat viele Entscheidungen getroffen, die nicht richtig waren. Er hat eine enorme Hektik ins Spiel gebracht.

Ostern mit Sport 1

Und Cramer sagte auch noch: „Wenn wir jetzt gegen Koblenz gewinnen, gehe ich davon aus, dass es zum Klassenerhalt reicht.“ Die Partie findet am Ostermontag im Auestadion statt, Anpfiff 17.45 Uhr. Sport 1 überträgt live.

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