Auffälligkeiten aus der Regionalliga Südwest

Drama in Stadtallendorf: Wenn ein 2:0 in der 90. nicht reicht

Dragan Sicaja (hinten), Trainer des Fußball-Regionalligisten Eintracht Stadtallendorf.
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Klare Ansage: Dragan Sicaja (hinten), Trainer des Fußball-Regionalligisten Eintracht Stadtallendorf, gibt seinen Spielern Anweisungen. Dieses Foto entstand im Februar bei einem Test in Kassel.

Ein Trainer, der am Montag noch sauer ist. Ein Millionen-Transfer, der zur Führung trifft. Und Schlussphasen, die es in sich haben. Einige Auffälligkeiten aus der Regionalliga Südwest:

Sicaja sauer

Auch am Montag war Dragan Sicaja noch richtig sauer. „Es sind jetzt zwei Tage rum, und trotzdem bleibe ich nicht ruhig, wenn ich über dieses Spiel nachdenke“, sagt der 53 Jahre alte Trainer des TSV Eintracht Stadtallendorf. Der Grund dafür? Seine Mannschaft hatte am Samstag zuhause bis zur 90. Minute mit 2:0 gegen den Bahlinger SC geführt – und am Ende doch nur 2:2 gespielt.

Sicajas Zorn richtet sich allerdings nicht gegen seine Akteure. Für ihn war es der Schiedsrichter, der dieses Ergebnis zu verantworten hat. „Ich kann mir auch an die eigene Nase fassen, wenn man das noch aus der Hand gibt. Da habe ich gar kein Problem mit. Aber so geht es nicht“, sagt Sicaja noch sichtlich aufgebracht.

Was war passiert? Stadtallendorf machte ein gutes Spiel, führte verdient durch zwei Treffer von Jascha Döringer aus der ersten Halbzeit. Dann brach die Nachspielzeit an. Und damit auch die Zeit von Bahlingens Amir Falahen. Der sorgte erst per Fallrückzieher für den Anschlusstreffer (90.+1). Und dann per Handelfmeter für den Ausgleich (90.+3). Doch in diesem Strafstoß lag der Grund für Sicajas Wut.

„Das ist einfach nicht in Ordnung. Der Schiedsrichter hat in zehn Sekunden zwei Fehlentscheidungen getroffen, die uns zwei Punkte kosten. Fehler kann man machen, mache ich, machen meine Spieler. Aber so nicht. Es hat sich die gesamte zweite Halbzeit schon angedeutet, dass es ihm nicht gefällt, wenn wir gewinnen“, wird der Trainer deutlich.

Dem Elfmeter war laut Sicaja ein klares Foul an einem seiner Spieler vorausgegangen. Anschließend sei Kristian Gaudermann aus einem halben Meter Entfernung angeschossen worden, dennoch gab es Strafstoß. „Das war falsch. Und wer etwas anderes behauptet, versteht nichts von Fußball“, sagt Sicaja wütend.

Til trifft

Die Reserve des Bundesligisten SC Freiburg sorgt für Furore und viele Tore, stellt den gefährlichsten Angriff der Südwest-Staffel. Am Sonntag war beim 4:0-Erfolg in Pirmasens dann ein großer Name dabei. Guus Til gehört eigentlich dem Kader der ersten Mannschaft an, wurde im Sommer von Spartak Moskau ausgeliehen. Die Russen wiederum verpflichteten den Niederländer 2019 für 16 Millionen Euro aus Alkmaar. Und der 22-Jährige zeigte, was er kann und traf zum 1:0 für die Freiburger.

Spannende Spiele

Die gibt es in dieser Regionalliga häufig, in der es immer wieder zu Überraschungen kommt. Spannend war es auch zwischen dem VfB Stuttgart II und Kickers Offenbach. Offenbachs Serkan Firat sorgte ganz spät für das 2:2 (90.+4.). (Maximilian Bülau)

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