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Wenn der HR im Auestadion ein Auswärtsspiel hat

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Von: Frank Ziemke

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Kassel. Der Hessische Rundfunk war am Samstag zum Spiel zwischen dem KSV Hessen Kassel und dem FSV Frankfurt ins Kasseler Auestadion gereist. Das ist per se erst einmal zu loben.

Ein Hessenderby zwischen dem KSV und dem FSV bekommt Aufmerksamkeit – auch wenn es in den Niederungen der Viertklassigkeit stattfindet.

Der Spaß daran hatte für Fans der Löwen aber ein Ende, als der Beitrag vom 2:0 ihres Teams in der Sendung „Heimspiel“ ausgestrahlt wurde. Was da kommentiert wird, sorgt für richtig Ärger. Der KSV selbst auf seiner Homepage und auch der aufmerksame Fan-„blog36“ artikulieren diesen Ärger ebenso wie die Fans in den Internetforen.

Der Kommentator spricht davon, dass die Partie in Nordhessen niemanden zu interessieren scheint. Und urteilt über die Qualität, man habe überlegt, besser die HR-Pausenkatzen zu zeigen.

Nun ja. Offenbar sind da jemandem die Verhältnismäßigkeiten ziemlich verrutscht. Wer 3000 Zuschauer in der vierten Klasse für Desinteresse hält, der hat wohl noch nie auf Zuschauer-Statistiken der Regionalliga geschaut. Und nebenbei, womöglich wegen Kopfhörern auf den Ohren, nicht mitbekommen, welche Stimmung diese 3000 Zuschauer machten.

Und die sportliche Einordnung? Stimmt vielleicht, wenn man die Qualität eines Spiels allein an zeigbaren Torchancen festmacht. Das hier war aber Abstiegskampf. Vierte Liga. Der KSV spielte taktisch souverän, ebenso kampf- wie laufstark. Es war genau der Auftritt, den es in der augenblicklichen Situation brauchte. Zu lästern gab es da wenig. 

So bleibt nur festzustellen: Für den Hessischen Rundfunk ist ein Besuch in Nordhessen offenbar immer noch ein Auswärtsspiel.

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