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Jascha Döringer vor dem Duell des KSV Hessen mit Hoffenheim: „Wenn ich nicht spiele, bin ich Fan“

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Von: Maximilian Bülau

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Jascha Döringer (links) und Maurice Springfeld.
Sie bleiben dem KSV Hessen erhalten: Jascha Döringer (links) und Maurice Springfeld haben ihre Verträge verlängert. © Andreas Fischer

In der vergangenen Woche haben Daniele Vesco und Jascha Döringer ihre Verträge beim Fußball-Regionalligisten KSV Hessen Kassel verlängert.

Kassel – In dieser Woche reihte sich nun Maurice Springfeld in die Gruppe derjenigen ein, die auch in der kommenden Saison das Trikot der Löwen tragen werden. Vor dem Heimspiel gegen die Reserve der TSG Hoffenheim am Sonntag (14 Uhr) war das eine weitere gute Nachricht für den Klub.

Mitte März ist der Kader für die kommende Spielzeit beinahe komplett. Und noch bemerkenswerter: Springfeld unterschrieb gar bis 2025, hat 2024 eine Ausstiegsklausel.

Wer sich noch an das Vorjahr erinnert, der traut seinen Augen kaum beim Blick auf die Liste der Spieler, deren Arbeitspapiere im Sommer auslaufen. Da stehen lediglich die Namen von Kevin Nennhuber, Tim Dierßen, Nils Stendera, Marco Dawid, Ingmar Merle, Tim Brandner und Jon Mogge. Während Dierßen und Stendera wohl abwarten werden, ob es attraktive Angebote im Sommer gibt, dürfte die Verlängerung der weiteren Verträge eher Formsache sein. Schon jetzt ist klar: Einen Umbruch wie 2021 wird es nicht noch einmal geben. Was auch dafür spricht, dass bei den Löwen finanzielle Planungssicherheit herrscht.

Dass Springfeld und Döringer beim KSV bleiben, war dabei keine Selbstverständlichkeit. Beide sind Leistungsträger und Stammkräfte. Einmal mehr gibt da auch das funktionierende Mannschaftsgefüge den Ausschlag, dass beide frühzeitig ein Bekenntnis zu den Löwen abgeben. „Für mich war das überhaupt keine schwere Entscheidung. Ich fühle mich hier wohl, das ist kein Geheimnis. Das war mehr oder weniger selbstverständlich“, sagt Döringer. „Wir sind eine geile, eingeschworene Truppe. Was möglich ist, sieht man schon in dieser Saison. Wir fahren nicht nach Elversberg oder Offenbach, um etwas mitzunehmen, sondern, um zu gewinnen“, fügt der 25-Jährige an.

Als Fußballer definiere man sich übers Gewinnen, so Döringer. Von daher sei natürlich auch die Vorgabe für Sonntag klar: gewinnen. Klar ist aber auch: Für ihn selber ist es eine Partie mit besonderer Note. Im Hinspiel hatte Döringer beim 0:2 gleich zwei Elfmeter vergeben. Bis Ende November musste er auf seinen ersten Treffer für die Löwen warten. Ob er am Sonntag einen Strafstoß schießen würde? „Ich glaube, ich darf gar nicht. Wir haben gerade andere, die das sehr gut machen. Aber wenn ich gebraucht werde, würde ich selbstverständlich antreten. Ans Hinspiel habe ich schon gedacht beim Blick auf den Gegner. Aber das löst bei mir kein schlechtes Gefühl mehr aus“, sagt er.

Dass Döringer in Kassel schon richtig angekommen ist, zeigt auch Folgendes: Als der Offensivspieler gegen Ulm zuletzt wegen seiner fünften Gelben Karte fehlte, schaute er die erste Hälfte des Spiels zusammen mit den Ultras im Rauchfang, der KSV-Fankneipe nahe dem Auestadion. Nach dem Abpfiff kehrte er zurück. Alkoholfrei? „Ich bitte dich! Wenn ich nicht spiele, bin ich Fan“, erklärt Döringer lachend. Und so kommt es, dass im Rauchfang nun eine Schiefertafel hängt, auf der „Döringers dynamisches Duo“ für fünf Euro angeboten wird. Man bekommt dann ein Bier und einen Sportkorn – Korn gemischt mit einem Iso-Getränk. Er selber soll das eine oder andere dynamische Duo getrunken haben. Am Sonntag bilden Döringer und Springfeld dann vielleicht eines auf dem Platz. (Maximilian Bülau)

Ein Bild aus der Kasseler Kneipe Rauchfang.
Im Rauchfang: ein Duo für fünf Euro. © privat/nh

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