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KSV Hessen gegen den FSV Frankfurt: Wer lässt die Löwen jubeln?

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Von: Maximilian Bülau

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Jascha Döringer (vorn), Frederic Brill (hinten links), Alexander Mißbach (hinten rechts) und Noah Jones.
So eine Freude gab es zu selten: Jascha Döringer (vorn), Frederic Brill (hinten links), Alexander Mißbach (hinten rechts) und Noah Jones vom KSV Hessen. © Dieter Schachtschneider

Tore braucht der KSV Hessen Kassel immer. Natürlich auch an diesem Wochenende. Vor allem in der aktuellen Situation. Der kommende Gegner morgen im Auestadion ist da in dieser Saison deutlich besser unterwegs als die Löwen.

Kassel – Und er kommt ebenfalls aus Hessen. Derbyzeit also in Kassel. Der FSV Frankfurt ist zu Gast (14 Uhr). Es ist die vorletzte Partie für den KSV in der Fußball-Regionalliga Südwest in diesem Jahr. Am kommenden Samstag steht noch das Heimspiel gegen die Reserve der TSG Hoffenheim an.

Sucht man in der Torschützenliste der Südwest-Staffel den ersten Löwen, muss man ein wenig Zeit mitbringen. Auf Rang 28 kommt dann irgendwann Noah Jones mit vier Treffern. Es folgen Serkan Durna, Nils Stendera sowie Marcel Fischer mit zwei. Insgesamt hat der KSV erst 17 Tore erzielt. Bei 18 Spielen macht das nicht mal einen Treffer pro Partie.

Einer, der das demnächst ändern soll, ist Sercan Sararer. Der 33-Jährige wird als möglicher Wintertransfer gehandelt (wir berichteten), war zuletzt vereinslos, für Fürth und Stuttgart aber schon in der Bundesliga aktiv. Doch noch ist der ehemalige türkische Nationalspieler nicht da. Ob er überhaupt kommt, stand auch gestern nicht fest. Einen unterschriebenen Vertrag gibt es nicht, auch einen Medizincheck hat er bislang nicht absolviert.

Der kommende Gegner aus Südhessen hat, gerade was die Offensive angeht, ganz andere Möglichkeiten. Mit dem Niederländer Cas Peters, der Anfang des Jahres zum FSV stieß, haben die Frankfurter den derzeit besten Torjäger der Liga in ihren Reihen (13 Treffer). Im Sommer kam mit Jihad Boutakhrit ein weiterer versierter Angreifer von Hoffenheims Reserve hinzu, der zwar erst bei drei Saisontoren steht, dem KSV im Hinspiel das Leben aber schwer machte. Der 22-Jährige traf zum 1:0 nach Vorarbeit von Peters. Der Niederländer wiederum zum 2:0 nach Vorarbeit von Boutakhrit. Den dritten Treffer von Manuel Reutter legte Peters ebenfalls auf, war somit an allen drei Toren beim 3:1-Erfolg beteiligt.

KSV-Trainer Tobias Damm hat seine Spieler dennoch nicht noch einmal besonders auf die beiden Angreifer eingestellt, sagt aber auch: „Sie sind in der Offensive extrem gut besetzt. Einer wie Jake Hirst sitzt ja auch noch auf der Bank.“ Auf der wird Damm morgen auch genug Spieler haben. Der zuletzt wegen einer Mittelohrentzündung ausgefallene Kapitän Frederic Brill ist zurück, auch Kevin Nennhuber wieder einsatzbereit. Mittelfeldspieler Aram Kahraman hat sich im Training in der Woche am Knöchel verletzt und wird der einzige kurzfristige Ausfall bei den Löwen sein. Ansonsten sind nur Tim Dierßen, Nicolas Gröteke und Leonardo Zornio nicht dabei.

Die Offensive ist es nicht, die dem KSV derzeit besonders viel Mut macht. Wohl aber Bilanzen und Statistiken. Denn ist der FSV in Frankfurt so etwas wie ein Angstgegner der Löwen, der letzte KSV-Sieg dort gelang 2006, ist er in Kassel beinahe ein gern gesehener Gast. In Kassel gewinnen konnten die Südhessen zuletzt 2004, die Auswärtserfolge beider Teams fanden in der Oberliga statt. Und was die Statistik angeht: Zuhause ist für die Löwen alles ausgeglichen: neun Spiele, drei Siege, drei Remis, drei Niederlagen, 11:11 Tore. Und zuhause verloren haben sie das letzte Mal am 24. September. Allerdings ein Hessenderby. (Maximilian Bülau)

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