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KSV Hessen trifft nach zwei Niederlagen nun auf den Bahlinger SC: Wer zufrieden ist, kann gehen

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Von: Maximilian Bülau

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Tim Dierßen.
Hat sich im Training verletzt: Winter-Neuzugang Tim Dierßen. © Andreas Fischer

Am vergangenen Sonntag hatte beim Fußball-Regionalligisten KSV Hessen Kassel keiner frei. Trainer und Spieler trafen sich bereits am Morgen – aus Sicht der Spieler sicher nicht ganz freiwillig.

Kassel – Es galt, den Vortag aufzuarbeiten. Dieses teils desaströse 0:3 gegen den Tabellenletzten FK Pirmasens. Das schlechteste Heimspiel der Saison, wie Coach Tobias Damm auch am Donnerstag noch einmal unterstrich. Doch der 38-Jährige sagt nun auch: „Ich denke, dass das abgehakt ist.“ Sollte es auch, denn morgen steht die nächste Partie in der Südwest-Staffel an, die Löwen sind zu Gast beim Bahlinger SC (14 Uhr). Nicht gerade der Lieblingsgegner des KSV.

War es gegen Schott Mainz noch so, dass die Löwen die drei Heimspiele bislang alle gewonnen haben, die auswärts allesamt verloren, sieht die Bilanz gegen das Team vom Kaiserstuhl finster aus: Fünf Duelle, zwei Niederlagen, drei Remis. In Bahlingen haben die Löwen noch keinen Punkt geholt, verloren 1:3 und zuletzt 4:5. Damm meint: „Die liegen uns überhaupt nicht. Sie haben eine sehr unangenehme Spielweise, sehr dynamisch, stark im Zentrum und über die Außen, stark im Abschluss und sie marschieren auch noch viel.“ Doch der Trainer betont, dass am Sonntagmorgen nach der Niederlage gegen Pirmasens noch einmal angesprochen wurde, dass die Platzierung trotz des so gut wie sicheren Klassenerhalts nicht egal sei. „Es macht schon einen Unterschied, ob wir Achter oder Zwölfter werden, ganz klar. Wenn jemand jetzt damit zufrieden ist, dass wir die Klasse gehalten haben, dann kann er frühzeitig das Training beenden und gehen“, wird der 38-Jährige deutlich.

Das Training frühzeitig beenden musste Tim Dierßen – allerdings nicht, weil er mit dem Klassenerhalt allein bereits zufrieden ist. Das würde auch nicht zu dem kampfstarken und ehrgeizigen 26 Jahre alten zentralen Mittelfeldspieler passen. Nein, Dierßen, der im Winter aus der Vertragslosigkeit nach einem Kreuzbandriss zu den Löwen stieß, ist im Training im Rasen hängen geblieben, dadurch mit dem Knie weggeknickt. Ein weiterer Kreuzbandriss konnte zunächst nicht ausgeschlossen werden. Doch dann gab es zum Glück Entwarnung: Nur ein Trauma im Knie, lautet die Diagnose.

Schlechtere Nachrichten gibt es übrigens vom schon länger am Knie verletzten Ingmar Merle, der sich nach der Operation einen Keim eingefangen hat, weitere vier Mal unters Messer musste und eine Woche im Krankenhaus lag. Bis „Inge“ zurückkehrt, wird es also dauern. In in dieser Spielzeit klappt s ohnehin nicht mehr. Hoffnung auf einen Einsatz in den verbleibenden vier Partien darf sich dagegen Nicolas Gröteke machen. Der Stammtorhüter, der allerdings mehr als ordentlich von Maximilian Zunker vertreten wurde, trainiert bereits wieder voll mit. „Er macht einen sehr, sehr guten Eindruck und wirkt so, als wäre er nie verletzt gewesen“, sagt Damm. Ein Risiko wolle man nicht eingehen, fügt der Trainer an. Aber es sei gut möglich, dass der 20-Jährige noch mal auf dem Platz zu sehen sein werde.

Der große Druck wird auch morgen nicht auf dem KSV lasten, dafür war die Saison bislang zu gut – trotz der beiden Rückschläge zuletzt. „Wir können auch nicht alles infrage stellen. Wir müssen Samstag zu alter Stärke zurückfinden“, meint Damm. Aber: „Vielleicht brauchen wir den Druck. Es tut uns offensichtlich nicht gut, dass keiner da ist“, fügt er an. Vielleicht haben sich die Löwen durch die beiden Niederlagen zuletzt ja wieder selbst etwas Druck aufgebaut. (Maximilian Bülau)

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