Fußball: Erneut Rückschlag für KSV-Stürmer in der Vorbereitung – er leidet an Pfeifferschem Drüsenfieber

Und wieder trifft es Damm

Es ist zum Heulen: Tobias Damm (links, hier gegen Jacob Ammann von Wormatia Worms) fällt auch in dieser Vorbereitung aus. Er leidet an Pfeifferschem Drüsenfieber. Foto: Eibner

Kassel. Immerhin: Tobias Damm befindet sich auf dem Weg der Besserung. Ende der kommenden Woche kann der Stürmer des Fußball-Regionalligisten KSV Hessen Kassel vielleicht wieder anfangen, Sport zu treiben.

Die Aussicht stimmt ihn froh. Ansonsten: lieber nicht grübeln. Nicht grübeln über das, was in den vergangenen drei Wochen geschehen ist. Über das, was ihm nun schon dritten Mal in Folge widerfahren ist.

Zum dritten Mal in Folge verpasst Damm eine Vorbereitung seiner Mannschaft auf die Saison oder auf den Rest der Saison. Vor einem Jahr erlitt Damm bei einem Testspiel in Halberstadt eine tiefe Fleischwunde – Krankenhaus, zwei Wochen Pause und in der Folge: kämpfen, um den Anschluss wiederherzustellen. Vor einem halben Jahr verletzte er sich während eines Testspiels gegen die Juniorenauswahl Kameruns an der Schulter – zwei Wochen Pause und in der Folge: kämpfen, um den Anschluss wiederherzustellen.

Damm gelang das nach und nach. Am Ende der Hinrunde war er wieder richtig gut drauf. Er freute sich „brutal auf die Vorbereitung im neuen Jahr“, wie er es ausdrückt. Und dann das.

Am 27. Dezember, mittags, Damm weiß es noch genau, wird ihm von jetzt auf gleich schwarz vor Augen. Schwindel. Schweiß. Herzrasen. Druck in der Brust. „Wie so ein Schock“, sagt Damm. Seine Frau ruft den Krankenwagen. Im Fritzlarer Krankenhaus wird der 29-Jährige aus Homberg gründlich untersucht. „Ich habe mir gedacht, es ist etwas mit dem Herzen. So etwas hatte ich wirklich noch nie.“ Doch die Ärzte geben erst einmal Entwarnung: Mit dem Herzen ist alles in Ordnung. Nach zwei Tagen darf Damm wieder nach Hause. Allerdings: Er fühlt sich weiterhin schlapp, der Schwindel geht nicht weg. „Das hat mich verrückt gemacht.“

Schließlich liefert ein Internist die Diagnose: Pfeiffersches Drüsenfieber – eine Viruserkrankung, die mitunter langwierig sein kann. Aber immerhin: Damm kann nun konkret behandelt werden. Der Internist und eine Heilpraktikerin kümmern sich um ihn. Und jetzt ist die Hoffnung eben groß, dass er Ende nächster Woche wieder starten kann mit leichtem Training.

Dann heißt es wieder: kämpfen, um den Anschluss wiederherzustellen. Allerdings will sich Damm nicht unter Druck setzen: „Auf der einen Seite ärgere ich mich natürlich. Auf der anderen Seite habe ich wieder einmal erfahren, dass Gesundheit das Wichtigste ist.“ Deshalb: kein Stress.

Zu Hause wird ihm zumindest nicht langweilig. Seine beiden Kinder im Alter von einem Jahr und drei Jahren halten ihn auf Trab – und sorgen dafür, dass er nicht zu viel grübelt.

Von Florian Hagemann

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