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Ein Wiedersehen mit der Maschine: KSV Hessen tritt im Hessenpokal beim Lichtenauer FV an

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Von: Maximilian Bülau

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Cédric Mimbala.
Am 28. April 2018 im Auestadion: Cédric Mimbala steht in der Kurve und feiert mit den Fans einen Sieg des KSV Hessen gegen Walldorf. © Christian Hedler

Sie feiern nicht mehr, sie trainieren wieder. Und morgen stehen sie bereits wieder auf dem Fußballfeld.

Kassel – Regionalligist KSV Hessen Kassel hat nach dem Derbysieg in Offenbach heute ein Auswärtsspiel beim Verbandsligisten Lichtenauer FV vor der Brust – im Achtelfinale des Hessenpokals. Anpfiff auf dem Kunstrasenplatz im Werra-Meißner-Kreis ist um 18.30 Uhr. Die Partie hätte eigentlich schon am vergangenen Mittwoch stattfinden sollen, war aber wegen mehrerer Coronafälle bei Lichtenau verschoben worden.

Einer dieser Corona-Infizierten war Cédric Mimbala. Der 35-Jährige hat in seiner Karriere schon für einige Vereine gespielt – seit 2018 auch in Nordhessen. Damals wechselte der Verteidiger von Fortuna Köln eben zum KSV Hessen. Er blieb aber nur ein halbes Jahr, verließ Kassel in Richtung Worms, kam wiederum ein halbes Jahr später zurück und lief für den BC Sport auf. Über Bergshausen ging es zu Rengershausen und im vergangenen Sommer zum Lichtenauer FV. In dreieinhalb Jahren hat er somit für fünf Vereine der Region gespielt – und Wormatia Worms. So etwas schafft wohl nur die Maschine.

Denn Maschine lautet Mimbalas Spitzname. Diesen verpassten ihm die Fans von Energie Cottbus einst wegen seiner Spielweise. Der Rheinländer kam 2018 auch wegen seiner Freundin nach Kassel, die hier lebt. In seiner Zeit bei den Löwen bestritt Mimbala 17 von 17 möglichen Partien, stand 15 Mal über 90 Minuten auf dem Feld. Der KSV verlor in dieser Phase nur vier Spiele, darunter das Hessenpokal-Finale gegen den TSV Steinbach.

Nun treffen sich Mimbala und der KSV selbst im Hessenpokal wieder – sollte der Abwehrspieler, der in der Vorbereitung häufiger im Angriff eingesetzt wurde, nach seiner Infektion zum Einsatz kommen. Am Wochenende stand Mimbala im Nachholspiel gegen Sandershausen (3:0) nicht im Kader. Für Aufsehen hatte Mimbala auch 2019 gesorgt, als er mit unserer Zeitung offen über seine Spielsucht gesprochen hatte.

Die Löwen werden heute in Solidaritätstrikots für die Ukraine auflaufen – also in Gelb und Blau. Die Sonderanfertigungen werden im Nachgang versteigert, der Erlös kommt einer Hilfsorganisation zugute.

Bis auf ein paar kleinere Wehwehchen hätten seine Spieler das Derby gut überstanden, sagte KSV-Trainer Tobias Damm gestern. „Das lässt sich alles aushalten nach so einem Sieg“, fügte er an. Eine Aufstellung habe er gegen den robusten und flinken Verbandsligisten bereits im Kopf, so Damm. So kündigte er an, dass Marco Dawid dieses Mal beginnen werde. (Maximilian Bülau)

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