Rückkehr einer Reizfigur

Wiesbadens Trainer Hock spricht – aber nicht über seine Kasseler Zeit

Einst Trainer in Kassel: Wiesbadens Christian Hock. Foto: nh

Mit Wehen Wiesbadens Christian Hock kehrt heute jener Trainer nach Kassel zurück, mit dem der Regionalligist KSV Hessen das letzte große Pokalspiel erlebte – am 31. Juli 2011.

Damals standen die Löwen in der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals. Vor knapp 15 000 Zuschauern unterlagen sie dem Zweitligisten Fortuna Düsseldorf 0:3.

Allerdings ist Hocks kurze Amtszeit von April bis Oktober 2011 beim KSV in erster Linie mit einer Reihe von Turbulenzen verbunden. Vor allem die Ausbootung des Publikumslieblings Thorsten Bauer sorgte für Aufregung. Nach dem verpassten Aufstieg im Mai 2011 schickte Hock Bauer zum Trainingsauftakt der neuen Saison zum Laufen in die Aue, während er mit dem neu zusammengestellten Team arbeitete.

Wir übertragen die Partie live im Ticker und auf Radio HNA.

Mit dieser Maßnahme zog sich Hock den Unmut der Fans zu, fortan war er eine Reizfigur. Als dann auch noch der sportliche Erfolg ausblieb, musste Hock gehen. Dass im Nachhinein nahezu alle Spieler inklusive Thorsten Bauer Hock als an sich guten Trainer bezeichnen, ist eine von mehreren Pointen dieser Personalie. Hock gilt – wie im Übrigen auch Dortmunds Jürgen Klopp – als extrem wissbegieriger Schüler des mittlerweile verstorbenen Lehrmeisters Wolfgang Frank, unter dem er bei Mainz 05 spielte.

Dass Hock nun im wichtigsten Spiel des Jahres an der Seitenlinie des Löwen-Gegners steht, gehört auch zu den Launen des Fußballs. Hock wurde Mitte des Monats Interimstrainer des Drittligisten, der eine Art Heimat des Trainers Hock ist. Er betreute Wehen Wiesbaden schon zu Zweitligazeiten, zuletzt war er für das Nachwuchsleistungszentrum und die U19 des Vereins zuständig.

Vor der Partie baten wir Hock über die Pressestelle des SV Wehen Wiesbaden – wie in diesen Fällen üblich – um ein Telefoninterview. Es ergab sich lediglich die Möglichkeit eines schriftlichen Interviews. Hock beantwortete dabei die folgenden Fragen. Allerdings: Fünf weitere Fragen zu seiner Kasseler Zeit, zu den Turbulenzen während seiner Amtszeit bei den Löwen, zum Fall Bauer und den Lehren daraus blieben unbeantwortet.

Herr Hock, Sie haben die Qualifikation für die erste Hauptrunde des DFB-Pokals als wichtigste Aufgabe beschrieben. Wie schwer wird diese Aufgabe denn? 

Hock: Das wird eine sehr schwere Aufgabe, denn jetzt wartet auf uns eine anspruchsvolle Aufgabe in Kassel, die wir nur lösen können, wenn wir eine gute und leidenschaftliche Leistung abliefern. Wir bereiten uns genauso intensiv und konzentriert vor wie auf ein Meisterschaftsspiel.

Der Drittligist Wehen Wiesbaden hat unter Ihnen zuletzt zweimal nicht verloren, der Viertligist KSV Hessen Kassel hat zuletzt drei Niederlagen kassiert. Da ist die Favoritenrolle doch klar verteilt, oder? 

Hock: In einer Pokal-Partie ist bekanntlich alles möglich. Wir werden mit Sicherheit nicht den Fehler machen und den KSV unterschätzen, nur weil wir eine Liga höher spielen oder weil Kassel zuletzt dreimal verloren hat. Wie gesagt, wir bereiten uns genauso akribisch auf Kassel vor wie zuletzt auf Halle oder danach auf Chemnitz.

Das gesamte Interview lesen Sie in der gedruckten Ausgabe.

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