Ehemaliger Nürnberger Coach peilt Rückkehr in Liga drei an

KSV-Gegner Elversberg: Trainer Wiesinger will es wissen

Mittendrin in Elversberg: Michael Wiesinger, seit Sommer Sommer Trainer der SV. Foto: dpa

Kassel. Mit der SV Elversberg empfängt Spitzenreiter KSV Hessen Kassel einen der Meisterschaftsfavoriten zum Topspiel der Regionalliga. Wer aber steckt hinter der SV Elversberg?

DER TRAINER

Er hat als Spieler des FC Bayern schon die Champions League gewonnen, auch als Trainer war er bereits in der Bundesliga beim 1. FC Nürnberg aktiv: Michael Wiesinger gehört zu den bekannten Gesichtern der Regionalliga. Seit Sommer ist er im Saarland tätig. „Ich wollte mal raus aus meinem Kreis“, sagt der 42-Jährige gegenüber unserer Zeitung. Davor war der gebürtige Burghausener tatsächlich nur in Bayern tätig.

Nun ist er in Elversberg verankert, wie er sagt. Seinen Co-Trainer Oliver Beer hat er mitgebracht. Das war seine Bedingung. Beide wollen etwas aufbauen, Begeisterung entfachen. Wiesinger hat einen Zweijahresvertrag. Das Ziel: „Wir wollen nach oben.“

DIE MANNSCHAFT

Welche Möglichkeiten Wiesinger in Elversberg hat, zeigte sich zuletzt: Die SV legte personell noch einmal nach, verpflichtete in der vergangenen Woche mit dem Österreicher David Schloffer, dem ehemaligen Aalener Zweitligasspieler Maximilian Oesterhelweg und Aaron Berzel von Drittligist Preußen Münster drei, die sich nicht jeder Regionalligist leisten kann. Das unterstreicht die Ambitionen des Klubs aus dem Saarland.

Von der Partie berichten wir am Samstag live auf Radio HNA und im Ticker. Anpfiff im Auestadion: 14 Uhr.

Ob das Trio auch in Kassel aufläuft, weiß Wiesinger noch nicht. „Das wird eine Bauchentscheidung.“ Schließlich will er auch nicht eine intakte Mannschaft, die zuletzt gut gespielt hat, ohne Not in Unruhe versetzen. Fest steht: Mit dem gesperrten Matthias Cuntz fehlt ein wichtiger Mittelfeldspieler. Und: Im Tor wird ein ehemaliger Löwe stehen – Morten Jensen. „Er ist meine Nummer eins“, sagt Wiesinger, der bisher nur beim 2:2 in Trier nicht zufrieden war mit dem Keeper.

Überhaupt lässt sich der Start für Wiesinger gut an. Vier Siege, zwei Unentschieden gegen andere Spitzenteams. Damit kann der Trainer leben. Auch für Samstag erhofft er sich Punkte, auch wenn er Respekt vor dem KSV hat: „Kassel wirkt sehr stabil, hat eine gute Struktur.“

DER VEREIN

Die SV ist eng verbunden mit der Arzneimittel GmbH Ursapharm, deren Juniorchef Dominik Holzer Präsident beim Fußballklub ist und deren Seniorchef Frank Holzer zugleich als Vorsitzender des Aufsichtsrats fungiert.

Wie ambitioniert die SV ist, zeigt sich im Umbau des Stadions, das bald ein Schmuckkästchen mit 15 000 Zuschauern sein soll. Das heißt: Jeder Einwohner aus der Gemeinde Spiesen-Elversberg hätte seinen eigenen Platz. Beim 1:3 im DFB-Pokal gegen den Bundesligisten Augsburg kamen immerhin 5500 Zuschauer. Erst einmal müssen die Fußballer der SV ihre Heimspiele im Oktober aber in Saarbrücken austragen.

Mit der Unterstützung des Sponsors soll die Rückkehr in Liga drei gelingen. Dass die SV Elversberg dort schon einmal aktiv war, haben die Fans des KSV Hessen womöglich schon verdrängt. Elversberg setzte sich 2013 in den Playoffs zur Dritten Liga als Tabellenzweiter der Südweststaffel durch, Kassel dagegen scheiterte als Meister. 2014 stieg die SV wieder ab.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.