Die Löwen gastieren morgen im Fritz-Walter-Stadion und treten gegen Lautern II an

KSV will die Wende erzwingen

Hoffnungsträger: Sylvano Comvalius (links) könnte für KSV-Trainer Matthias Mink zum Trumpf werden. Foto: Hedler

Kassel. Fußball-Regionalligist KSV Hessen Kassel tritt am morgigen Samstag bei der Reserve des 1. FC Kaiserslautern an. Anpfiff im Fritz-Walter-Stadion auf dem Betzenberg ist um 14 Uhr. Die Partie hat durchaus richtungsweisenden Charakter.

DIE TENDENZ

Nach fünf Spielen ohne Sieg in der Liga ist der KSV in der Tabelle abgerutscht, von der guten Stimmung während der Festspielwochen zu Beginn der Saison ist nicht mehr viel zu spüren. Das 0:0 gegen Walldorf am vergangenen Samstag im heimischen Auestadion sahen gerade mal etwas mehr als 1000 Zuschauer. Ein Erfolgserlebnis wäre ein dringend erforderliches Signal, um wieder für bessere Laune im Umfeld zu sorgen.

DIE TORFLAUTE

Kein einziges Tor in den vergangenen vier Heimspielen, viele vergebene Torchancen beim 1:1 in Neckarelz – der KSV hat derzeit ein Problem, das im Fußball schnell in die Krise führen kann: Er trifft kaum noch. Trainer Matthias Mink weiß daher, wo er ansetzen muss, um sein Team wieder in die Erfolgsspur zu bringen. Seine Mannschaft soll nun noch mehr Konzentration und Konsequenz vor des Gegners Tor zeigen. Mink nennt das „Liebe zum Detail“. Und wenn das nicht hilft? „Dann müssen wir uns noch mehr Torchancen herausarbeiten.“ Motto: Irgendwann geht er dann schon rein.

Das Problem: Mit Shqipon Bektashi ist der beste Torschütze weiterhin gesperrt. „Und einen neuen Torjäger können wir nicht aus dem Hut zaubern“, sagt Mink. Immerhin ist Sylvano Comvalius nach langer Verletztungspause wieder im Training. Er könnte also zum Hoffnungsträger aufsteigen – zumal er in Zeiten der KSV-Torflaute kaum auf dem Platz stand.

Womöglich inspiriert auch das Fritz-Walter-Stadion den KSV, bei dem der zuletzt gesperrte Frederic Brill wieder in die Startelf rücken wird. Der Platz dort wird besser sein als zum Beispiel jener in Neckarelz. Wenn das nicht beflügelt.

DIE PERSPEKTIVE

So komisch das klingt nach den jüngsten Ergebnissen: Der KSV ist nach wie vor in der erweiterten Spitzengruppe der Regionalliga Südwest vertreten. Gewinnt er in Kaiserslautern, ist die Perspektive – entgegen der Stimmung und der Tendenz – nicht die schlechteste. Zumal am Ende der Hinrunde noch einige Duelle der Spitzenteams untereinander anstehen – und der KSV beim 1. FC Saarbrücken und gegen Homburg antreten muss. „Es ist nichts Schlimmes passiert“, sagt Mink. „Auch wenn uns die Ergebnisse zuletzt nachhängen.“ Aber: „Wir nehmen die Situation an.“

Von Florian Hagemann

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