Cramer und Friedrich übernehmen sportliche Leitung auch für die Jugend

Neues Jugendkonzept: Wolf leitet nicht mehr den KSV-Nachwuchs

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Ist nicht mehr sportlicher Leiter des KSV-Nachwuchsbereiches: Karl-Heinz Wolf.

Kassel. Karl-Heinz Wolf ist beim KSV Hessen Kassel nicht mehr sportlicher Leiter des Nachwuchsbereiches. Das teilte Vorstandsmitglied Jens Rose gestern auf Anfrage mit.

„Wir haben uns dafür entschieden, dass die sportliche Leitung ab sofort beim Trainer der ersten Mannschaft, Tobias Cramer, und bei Teammanager Steffen Friedrich liegt“, erklärt Rose die getroffene Entscheidung.

Hintergrund dieser Personalien sei ein Jugendkonzept, das durchgängig von der Regionalliga-Mannschaft bis zur E-Jugend sein soll. „Wenn unsere Trainer die Spieler schon im Blick haben, wissen sie über deren Qualität Bescheid und können sie einsetzen. Außerdem wird es ein einheitliches spieltechnisches Konzept geben“, sagt Rose. Und weiter: „Daneben sind wir natürlich gezwungen, vor dem Hintergrund der finanziellen Situation alle Personalien und Positionen auf den Prüfstand zu stellen“, sagt Rose.

Karl-Heinz Wolf wollte sich zu den Gründen nicht detailliert äußern. Er sagte: „Es gab unterschiedliche Auffassungen in der strukturellen Ausrichtung des Nachwuchsbereiches beim KSV Hessen.“ Wolf war maßgeblich daran beteiligt, dass die Löwen in den vergangenen Jahren ihre Teams von der A- bis zur C-Jugend in die jeweils höchste hessische Spielklasse brachten. „Dafür danken wir Karl-Heinz Wolf und auch unserem langjährigen Jugendleiter Volker Wörner, der aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr zur Verfügung steht“, sagt Rose. Wörner hatte vor allem den administrativen und organisatorischen Bereich im Blick. „Dies wird zunächst von Adolf Hildebrandt übernommen“, sagt Rose.

Kommentar von Thorsten Kohlhase: Schmaler Grat

Es ist ein großer Einschnitt, der da im Jugendbereich des KSV Hessen Kassel vollzogen wurde. Dass Karl-Heinz Wolf ab sofort nicht mehr sportlicher Leiter des Nachwuchsbereichs ist, kommt mehr als überraschend daher. Weil er nicht nur an den Erfolgen der Jugendteams in den letzten Jahren maßgeblich beteiligt war, sondern weil er erst bei der Mitgliederversammlung für seinen flammenden Appell zur Zukunft der Löwen viel Zustimmung geerntet hatte.

Sicher kann man die Entscheidung des Vereins nachvollziehen. Beim derzeitigen Sparkurs steht alles und jeder auf dem Prüfstand. Doch es ist ein schmaler Grat, auf dem die Verantwortlichen wandeln. Mit dem Abschied von Wolf und auch Jugendleiter Volker Wörner verliert der KSV eine ganze Menge an Wissen und Herzblut, was die Arbeit im Nachwuchsbereich angeht. Nun ist es an Trainer Tobias Cramer und Teammanager Steffen Friedrich, den Überblick über die Talente zu behalten. Das wird zeitintensiver, kann aber auch eine Chance sein, um die Durchlässigkeit von der Jugend bis zur ersten Mannschaft weiter zu verbessern.

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