1. Startseite
  2. Sport
  3. KSV Hessen Kassel

Zehn Gründe: So kann der KSV Hessen Kassel das Wunder schaffen

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Torsten Kohlhaase

Kommentare

null
Auch gegen den FSV Frankfurt wollen sie wieder jubeln: Die KSV-Spieler (von links) Jan Erik Leinhos, Lucas Albrecht, Sebastian Schmeer, Adrian Bravo Sanchez und Marco Dawid (hier im Heimspiel gegen die Stuttgarter Kickers. © Hedler

Kassel. Nächstes Abstiegs-Endspiel: Samstag um 14 Uhr empfängt der KSV Hessen den FSV Frankfurt im Auestadion. Die Löwen hoffen auf viele Fans und auf die Weiterführung ihrer Aufholjagd.

Zehn Gründe, warum der KSV das Wunder Klassenerhalt noch schaffen kann:

1. Weil der KSV auf ein kleines, aber sehr wichtiges Fanlager vertrauen kann: „Das ist überragend, wie die Fans uns unterstützen“, sagte Trainer Tobias Cramer am Mittwoch nach dem Sieg in Steinbach. Auch da gab es von rund 200 Anhängern Rückendeckung – und die mit feinem Gespür. Die Gesänge der Fans waren vor allem in schwierigen Phasen da. So wie in der gesamten Saison gilt: Unterstützen ist wichtiger als Mähren.

2. Weil die Serie für den KSV spricht: Die kann sich nämlich sehen lassen. 18 Punkte haben die Löwen in diesem Jahr gesammelt. In zehn Spielen gab es nur die Niederlagen in Mainz und Freiburg. Eine Serie, die eigentlich nicht die Serie eines Absteigers ist.

3. Weil der KSV jetzt auch auswärts gewinnen kann: Und das deutlich mit 3:1 beim TSV Steinbach. Kaum zu glauben, aber nach dem 3:1 in Hoffenheim am 27. August 2017 war es erst der zweite Saisonsieg in der Fremde. Die Trendwende könnte am Ende ein großer Vorteil sein, zumal die beiden letzten verbliebenen Auswärtsspiele in Worms und Koblenz gegen unmittelbare Konkurrenten im Abstiegskampf ausgetragen werden.

4. Weil das Restprogramm für den KSV spricht: FSV Frankfurt, Wormatia Worms, Astoria Walldorf, TuS Koblenz und Eintracht Stadtallendorf – die letzten fünf Gegner der Löwen kommen allesamt aus der unteren Tabellenhälfte. Klar, für fast alle Teams geht es noch um den Klassenerhalt, deshalb wird den Löwen in diesen Partien kaum etwas geschenkt werden. Allerdings kann der KSV mit Siegen gegen direkte Konkurrenten auch große Schritte aus dem Tabellenkeller machen.

5. Weil alle Spieler fit sind: Ein ganz wichtiger Punkt. Zwar wird heute Lucas Albrecht nach seiner fünften Gelben Karte aus dem Steinbach-Spiel schmerzhaft vermisst werden, ansonsten waren zuletzt alle Mann an Bord. Alternativen bieten sich Tobias Cramer damit reichlich, um auch auf wechselnde Spielverläufe adäquat reagieren zu können. Sollte sich keiner mehr verletzen, wäre das im Endspurt ein starkes Pfund.

6. Weil KSV-Trainer Tobias Cramer auch auf seine Youngster vertrauen kann: Man kann es nicht oft genug wiederholen, aber hier ist vor allem Brian Schwechel zu nennen, der bereits 26 Regionalligaspiele absolviert hat. Wie sich der 19-Jährige im Laufe der Saison weiterentwickelt hat, ist schon richtig klasse. Und es gibt weitere hoffnungsvolle Talente, die auf sich aufmerksam machen. Für diesen Weg steht Tobias Cramer, der ihn nicht nur vor der Saison angekündigt, sondern auch in die Tat umgesetzt hat. Neben Schwechel absolvierte Steven Rakk bereits 24 Partien, Nael Najjar kam immerhin 16-mal zum Einsatz.

7. Weil die Mannschaft nicht nur kämpfen, sondern auch Fußball spielen kann: Okay, beim 3:1 in Steinbach verlegten sich die Löwen eher aufs rustikale Verteidigen. Cramer prägte den Satz: „Wir müssen nicht Fußball spielen. Wir müssen punkten.“ Dass sie auch spielen können, haben die Kasseler aber vor allem im Auestadion zuletzt mehrfach bewiesen – etwa bei den überzeugenden Siegen gegen Ulm und die Stuttgarter Kickers.

8. Weil Tobias Cramer das verbindende Element ist: Der Trainer, das muss eindeutig festgestellt werden, ist derzeit die festigende, die verbindende Größe bei den Löwen. Im KSV steckt ganz viel Cramer. Der Trainer hat auch nach dem desolaten Auftritt bei Schott Mainz zu Jahresbeginn einen Weg aus dem Tief gefunden. Das ist alles andere als selbstverständlich. Seine Art kommt an. Bei den Fans, die auch im Misserfolg stets zu ihm stehen, sowieso, bei der Mannschaft offenbar auch. Die Vereinsgremien könnten so in der wichtigsten Saisonphase ein starkes Signal setzen: Indem sie sich klar zu Cramer als Trainer bekennen. Selbst dann, wenn es in die Hessenliga gehen sollte.

9. Weil mit dem FSV Frankfurt nun ein hessischer Rivale ins Auestadion kommt, der mal wieder für mehr Zuschauer sorgen wird: Und Zuschauer sind wichtig, um den KSV bestmöglich zu unterstützen. Zuletzt war die Kulisse schon ordentlich, gegen Röchling Völklingen und die Stuttgarter Kickers kamen jeweils 2000 Zuschauer. Und heute? Verspricht die Partie gegen den FSV Frankfurt nicht nur jede Menge Spannung, es herrscht auch eine Rivalität zwischen beiden Klubs. Die sportliche Brisanz, dass auch die Südhessen noch nicht vollends gerettet sind, dürfte zusätzliche Anhänger mobilisieren.

10. Weil das 1:4 aus dem Hinspiel noch weh tut: 1:4 haben die Löwen in dieser Saison bereits dreimal verloren. Zuhause gegen Elversberg. Bei Schott Mainz. Und eben in Frankfurt. Am Bornheimer Hang lieferte der KSV Hessen Kassel vor allem in der ersten Hälfte eine schwache Leistung ab. Nach 38 Minuten stand es bereits 0:3. Das tat weh. Und soll sich heute nicht wiederholen.

Der aktuelle Spielplan in der Regionalliga Südwest

Auch interessant

Kommentare