Zweite Pleite: Löwen verlieren in Hoffenheim 0:3

Hoffenheim. Ein Aussetzer, ein verschossener Strafstoß, ein Pfostenschuss - durch Pech und Pannen kassierte der Fußball-Regionalligist KSV Hessen Kassel am Abend bei der zweiten Mannschaft der TSG 1899 Hoffenheim die zweite Pleite in dieser Saison.

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Nach dem 0:3 vor 1000 Zuschauern im Hoffenheimer Dietmar-Hopp-Stadion wird die Luft an der Tabellenspitze nun dünner für die Löwen. Und das, obwohl die Voraussetzungen nicht schlecht waren vor der Partie: Hoffenheim fehlten drei gesperrte Spieler - unter anderem Top-Torjäger Kai Herdling. Beim KSV musste nur der erkrankte Mario Neunaber passen. Für ihn spielte erstmals Michael Zepek von Anfang an in der Innenverteidigung.

Der KSV brauchte wieder mal etwas länger, bis er auf Touren kam. Hoffenheim übernahm zunächst das Kommando. Die Folge: erste Chancen - allerdings noch solche der Kategorie "mittelmäßig". Es bedurfte schon der Mithilfe eines Löwen, dass die Gastgeber zu ihrem nicht unverdienten Führungstreffer gelangten.

Ken Asaeda spielte im Strafraum den Ball mit der Hand - Strafstoß und die Frage: Warum nur hat der Mittelfeldspieler des KSV das gemacht? Er verhinderte keine große Möglichkeit der Kraichgauer, er rettete nicht in höchster Not. Aber er spielte den Ball eben mit der Hand. Und das ist das, was zählt. Adam Jabiri nahm das Geschenk dankend an, schob aus elf Metern ein - 1:0 nach 22 Minuten. Wieder mal ein Rückstand für die Mannschaft von Trainer Mirko Dickhaut.

Und wie so oft, so schien sie auch diesmal aufzuwachen. Immerhin. Die Löwen übten jetzt mehr Druck aus - allerdings erfolglos: Nach Thorsten Bauers Schuss aus 15 Metern ging der Ball knapp drüber. Die Kombination zuvor über Enrico Gaede und René Ochs hätte durchaus ein Tor verdient gehabt, aber daraus wurde nicht. Das Problem war, dass anschließend auch noch Pech hinzukam: Nach einer Ecke für den KSV gab es ein kollektives Gestocher Zentimeter vor der Torlinie, aber am Ende stand auch nach dieser Aktion: Der Ball war draußen und nicht drin. Das galt dann auch in der 37. Minute.

Diesmal war die Chance noch hochkarätiger. Denn nach einem Foul an Thorsten Bauer hatte Schiedsrichter Simon Marx erneut auf Strafstoß entschieden. Für den KSV. Ein Fall für Andreas Mayer. Er lief an, ein 1:1 wäre jetzt verdient gewesen, aber: Mayer entschied sich für die falsche Ecke. Statt 1:1 hieß es 1:0 für Hoffenheim.

Wer jetzt dachte, die Löwen würden nach der Pause weiter auf den Ausgleich drängen, der sah sich getäuscht. Wieder erwischte 1899 den besseren Start und machte auch nach Jabiris Pfostenschuss kurz nach dem Wiederanpfiff der Kasseler Defensive Probleme - erst recht, nachdem Coach Dickhaut umstellen musste und für den angeschlagenen Benjamin Weigelt Sebastian Gundelach brachte.

Der Außenverteidiger fand so gar nicht ins Spiel. Hoffenheim nutzte die Unsicherheit aus, spazierte in der 56. Minute durch des Gegners Abwehr. So standen plötzlich gleich zwei Mann vor Torhüter Jensen: Jabiri scheiterte noch, Ludwig nicht. 2:0. Wieder hatte der KSV die Quttung für ein zu passives Verhalten kassiert.

Ging jetzt überhaupt noch was? Das Bemühen war da, aber es fehlte die Genauigkeit und das Glück: Gaede zielte zu hoch, Bauer an den Pfosten. Schließlich zahlte sich auch nicht aus, dass Tobias Damm diesmal fast ausschließlich über die rechte Seite kam und Thorsten Bauer einziger Stoßstürmer war. Dass Pascal Groß mit dem Schlusspfiff noch das 3:0 für die Hoffenheimer Reserve erzeilte, passte zu diesem Spiel. Jetzt heißt es, zwei Spiele ohne Sieg zu verkraften. Die nächste schwere Aufgabe kommt bestimmt: Nächste Woche gegen 1860 München II. Und da gibt es jetzt schon eine schlechte Nachricht: Andreas Mayer ist nach seiner fünften Gelben Karte gesperrt.

Das Spiel im Liveticker.

KSV Hessen Kassel: Jensen - Heussner, Zepek, Grembowietz, Weigelt (49. Gundelach) - Asaeda (74. Koitka), Gaede - Damm, Mayer (61. Pokar), Ochs - Bauer.
Hoffenheim II: Grahl - Klingmann, Jaissle (46. Neupert), Vestergaard, Szarka - Ludwig, Kaiser - Hemlein (68. Groß), Terrazzino (76. Thomalla), Schäfer, Jabiri Schiedsrichter: Marx (Würzburg),
Zuschauer: 1000
Tore: 1:0 Jabiri (22., Handelfmeter), 2:0 Ludwig (56.), 3:0 Groß (90.)
Besonderes Vorkommnis: Grahl hält Foulelfmeter von Mayer (37.)  

Von Florian Hagemann

Rubriklistenbild: © Eibner

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