Starke zweite Hälfte

KSV Hessen nach 1:1 in Aalen: Zufrieden mit der Reaktion

Tim Brandner (links) im Zweikampf mit Aalens Toni Vastic.
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Voller Einsatz: Tim Brandner (links) im Zweikampf mit Aalens Toni Vastic.

Wenig hatte für den KSV Hessen Kassel gesprochen vor diesem Auswärtsspiel in der Fußball-Regionalliga gegen den VfR Aalen.

Kassel – Da war diese bittere Partie gegen Astoria Walldorf, die im Auestadion völlig unnötig 1:3 verloren ging. Da waren die vielen Ausfälle und die Abwehrsorgen. Doch KSV-Trainer Tobias Damm sagte einen Tag nach dem Aalen-Spiel folgende zwei Sätze: „Besser als in der zweiten Halbzeit geht es eigentlich nicht. Bis auf das Gegentor.“

Tatsächlich: Die Löwen haben nur drei Tage nach der frustrierenden Heimniederlage eine Reaktion gezeigt. Allein das stellte Damm schon zufrieden. Es hätte sein können, dass dieses 1:3 nach 1:0-Führung und vielen vergebenen Chancen gegen Walldorf auf das Selbstvertrauen drückt. In den letzten Minuten wirkte der KSV da kraft- und kopflos. War nicht mehr in der Lage, einen eher schwachen Gegner noch einmal unter Druck zu setzen.

Ganz anders nun das Geschehen beim Tabellennachbarn Aalen. „In der ersten Halbzeit haben wir gut gegen den Ball gearbeitet. Offensiv hätten wir da mehr machen müssen“, analysierte der Trainer. So stand es zur Pause 0:0. „Nach der zweiten Hälfte muss ich sagen, dass mehr drin gewesen wäre. Uns hat nur das zweite Tor gefehlt. Mit der Art und Weise, wie wir in den zweiten 45 Minuten aufgetreten sind und der Reaktion der Mannschaft, bin ich sehr zufrieden“, sagte der 46-Jährige.

Wie am Samstag zuvor gingen die Löwen in Führung, dieses Mal durch einen schönen Schlenzer von Adrian Bravo Sanchez (62.). Neun Minuten später gelang den Aalenern durch Ouadie Barini zwar der Ausgleich. Doch dieses Mal brach der KSV nicht ein, hatte weitere Möglichkeiten auf den Sieg. Und auch wenn der nicht mehr gelang, ist es dennoch ein Spiel, das für die Aufgabe am Samstag im Auestadion gegen die Reserve des FSV Mainz 05 durchaus Mut macht.

„Wir hatten zwar eine weite Fahrt. Aber für die Spieler, die arbeiten, war das ja fast wie ein Tag Urlaub mit der Nacht im Hotel vorher. Da mussten sie sich um nichts kümmern und konnten mal ein wenig Kraft tanken“, sagt Damm. Der dann die Zeit auch für viele Einzelgespräche nutzte, um die Niederlage gegen Walldorf aufzuarbeiten. „Es gibt so Phasen. Ich war ja selbst Spieler und kenne das. Sie waren alle unzufrieden nach diesem Auftritt, gerade zuhause im Auestadion“, sagt der Coach. Und die Löwen haben schnell gezeigt, dass ein solcher Einbruch wie gegen Walldorf nur ein Ausrutscher war. (Maximilian Bülau)

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