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Zwischen Stabilität und Risikobereitschaft: KSV Hessen will den Spagat schaffen

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Von: Frank Ziemke

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Brian Schwechel
Er drängt zurück ins Team: KSV-Mittelfeldspieler Brian Schwechel, hier rechts im Zweikampf mit dem Freiburger Lucas Torres, hat seine Krankheit überstanden und ist heute in Steinbach wieder eine Alternative. Foto: Hedler

Kassel. Es ist eine richtungsweisende Woche für den KSV Hessen Kassel: Heute geht es zum TSV Steinbach (19 Uhr in Haiger), am Samstag kommt der FSV Frankfurt ins Auestadion (14 Uhr).

Zwei Gegner aus Hessen für den Fußball-Regionalligisten KSV Hessen Kassel. Fakt ist: Im Klassenkampf ist Verlieren verboten.

„Ja, diese Woche ist wirklich richtungsweisend“, sagt auch Trainer Tobias Cramer. Er schiebt aber gleich hinterher: „Die vergangenen Wochen waren jeweils auch schon immer richtungsweisend.“ Sie sind gut gefahren mit dieser Herangehensweise. Nach dem erschütternden 1:4 bei Schott Mainz haben sie sich kräftig durchgeschüttelt bei den Löwen. Das Ergebnis: In den folgenden acht Spielen gab es für den KSV Hessen Kassel nur eine Niederlage. Er ist herangerückt an die Konkurrenz. Und er hat sich so die kleine Chance bewahrt, vielleicht sogar noch Mannschaften zu überholen, die derzeit noch in weiter Ferne liegen.

Dafür gilt aber: Dreier müssen her. Am Samstag gegen Frankfurt. Aber möglichst auch heute in Steinbach mit dem Ex-Löwen-Trainer Matthias Mink. Für Cramer und seine Mannschaft bedeutet das: Sie müssen den Spagat schaffen zwischen Sicherheit auf der einen und einem gewissen Maß an Risikobereitschaft auf der anderen Seite. Oder wie der Trainer sagt: „Wir dürfen unsere Stabilität nicht verlieren, müssen aber auch eine Portion Wildheit hineinbringen.“

Für beides könnte zum Beispiele Brian Schwechel sorgen, der zuletzt wegen eines Infekts schwächelte, nun aber zurück ins Team drängt. Cramer hat die Qual der Wahl im Mittelfeld – schließlich überzeugte zuletzt auch Sergej Evljuskin. Und ohnehin gilt, was in dieser Phase der Saison nicht selbstverständlich ist: Es sind alle Mann an Bord.

Und der Gegner? „Es kann reiner Zufall sein, das wir in drei Spielen gegen Steinbach nicht verloren haben. Fakt ist jedenfalls: Wir haben sie immer gut bespielt, auch auswärts gut ausgesehen“, sagt Cramer. Erst recht galt das aber beim 3:0 im Heimspiel. „Damals waren wir aber nach dem guten Saisonstart im Flow. Da hat nahezu alles geklappt“, erinnert sich Cramer.

Für Mink und Steinbach lief es zuletzt wechselhaft. In diesem Jahr gab es Heimniederlagen gegen Hoffenheim II und die Stuttgarter Kickers. Aber auch ein 7:0 gegen Völkingen und zuletzt ein 1:0 gegen den FSV Frankfurt. Mink beklagt viele Langzeitverletzte. Auch Tim Welker wird heute nicht spielen gegen seinen Ex-Verein, für den es wieder heißt: Es ist ein Endspiel. Ein richtungsweisendes.

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