Nach Pokal-Aus steht nächstes Derby an

Der KSV Hessen: Zwischen Steinbach und Offenbach

Die Spieler des KSV Hessen Kassel im Kreis.
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Vor dem Anpfiff: Die Spieler des KSV Hessen Kassel stehen im Kreis und schwören sich ein.

Zwischen Steinbach und Offenbach ... Dieser Satz kann vielfältig beendet werden.

Kassel – ... liegen über 100 Kilometer. ... kommt Gießen. Wobei das auf die Tabelle der Fußball-Regionalliga Südwest nicht zutrifft. Oder: ... liegen drei Tage. Das ist die Realität für den KSV Hessen Kassel. Drei Tage liegen eben zwischen der 0:3-Niederlage im Hessenpokal-Viertelfinale am Dienstagabend und dem wichtigen Auftritt im Auestadion am Samstag (14 Uhr).

Für den KSV wird dieses Hessenderby gegen die Offenbacher doppelt wichtig. Zum einen sollen gegen den Tabellenzweiten bestenfalls wichtige Punkte im Abstiegskampf herausspringen. Zum anderen – so ist es aus Spielerkreisen immer wieder zu hören – soll natürlich Wiedergutmachung für die bittere 1:5-Niederlage vom 15. Dezember des vergangenen Jahres betrieben werden. Es war sicherlich eines der schlechtesten Spiele in dieser Saison von den Löwen.

Bei der derzeitigen Personallage kam das Duell im Hessenpokal gegen den Regionalliga-Vierten Steinbach zu einer denkbar schlechten Zeit. Zwar waren anders als noch beim 3:2-Sieg am vergangenen Wochenende gegen Großaspach die da gesperrten Adrian Bravo Sanchez und Nils Pichinot wieder dabei. Dafür fiel Sebastian Schmeer mit einer Oberschenkelzerrung aus. Ingmar Merle war angeschlagen, saß zwar auf der Bank, kam aber nicht zum Einsatz. KSV-Trainer Tobias Damm musste also wieder einmal improvisieren – und zudem auch mit den Kräften seiner Spieler haushalten. „Klar, wir wollten dieses Spiel gewinnen“, sagte er hinterher. Er gab aber auch zu, dass die Liga momentan wichtiger sei.

Vor diesem Hintergrund ist dieses 0:3 gegen Steinbach und das damit verbundene Aus im Hessenpokal vielleicht nicht weniger enttäuschend, aber besser einzuordnen. Der Mannschaftskreis, den die Löwen vor dem Anpfiff bildeten, wird in dieser Konstellation wahrscheinlich nie wieder so zusammenstehen. Damm schonte auch Kevin Nennhuber und Lukas Iksal und gab Maximilian Zunker statt Nicolas Gröteke im Tor Einsatzzeit. In der Startelf befanden sich unter anderen Leonardo Zornio, Luis Allmeroth, Marcel Fischer und Alexander Mißbach, die zuletzt alle wenig auf dem Feld standen. Nach dem 0:3 durch Kevin Lahn (64.) brachte er dann auch noch die 18 Jahre alten Eigengewächse Moritz Flotho und Mate Mustapic.

Trotz alledem sagte Damm hinterher: „Es war eine sehr engagierte Leistung, wir waren sehr aktiv. Wir waren gut im Spiel und haben durch unsere eigenen Fehler die ersten beiden Gegentore kassiert.“ Tatsächlich war es gerade das erste Tor, das richtig wehtat. Denn als Mißbach den Ball zurück zu Zunker spielen wollte, der aber aus seinem Tor herausgekommen war, der Abwehrspieler das Spielgerät so in den eigenen Kasten beförderte, da war der KSV eigentlich gerade etwas besser in der Partie und hatte sich ein wenig aus der Steinbacher Druckphase befreit.

Der Gegner bot im Vergleich zu den Löwen seine beste Elf auf, was auch zu merken war. KSV-Trainer Damm wird diese, die beste Elf, auch gegen Offenbach nicht zur Verfügung haben. Er plant am Samstag aber mit einer Rückkehr von Kapitän Frederic Brill und Toptorjäger Mahir Saglik. Bei Alban Meha und Schmeer besteht zumindest Hoffnung. (Maximilian Bülau)

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